Standorte

Standorte

:: Standortkarte anzeigen
:: Standortliste anzeigen


Unser Pflegekonzept

  • Alle Pflegestufen
  • Kurz- und Langzeitpflege
  • qualifizierte Mitarbeiter
  • kompetente Betreuung

Haus der Woche

Kursana-Haus der Woche

Lernen Sie hier unsere Standorte näher kennen, heute das Haus in
:: Friesenheim

Pressearchiv

Religiöse Betreuung im Kursana Domizil Pullach

24.02.11 – Die katholische Altenseelsorgerin „gehört einfach dazu“
 

Pullach, 24. Februar 2011. Der letzte Ton des Kirchenlieds „Großer Gott, wir loben Dich“ ist verklungen. Karin Lindermayer verbeugt sich vor dem kleinen Altar und verlässt den Speiseraum im „Beschützenden Bereich“ des Kursana Domizils, in dem sie gerade einen Wortgottesdienst für demente Senioren abgehalten hat. Pflegedienstleiter Vlado Bjekanovic hat sie vorher gebeten, noch einmal bei der bettlägrigen Frau L. vorbeizuschauen, die um einen Besuch gebeten hat. Der Morgen der Seelsorgerin gehört wieder einmal ganz den Senioren. Seit September letzten Jahres ist Lindermayer von der Erzdiözese München als Altenheimseelsorgerin in Pullach eingesetzt. Eine Aufgabe, die sie sich gewünscht hat. Nachdem die ausgebildete Religionspädagogin vor drei Jahren einmal einen Gottesdienst im Haus Georg gehalten hat - „für mich die Initialzündung !“ - war klar: „Für und mit alten Menschen arbeiten, sie seelsorglich betreuen, das ist es.“ Dafür hat sie berufsbegleitende Schulungen und Fortbildungen, wie „Gerontologie und Alten-/Seniorenpastoral“ oder auch „Umgang mit Demenzkranken“ absolviert, zusätzlich eine zweijährige Fortbildung zur Gestaltpädagogin gemacht, „fruchtbar für meine Arbeit mit den Senioren“.

Frau L. erwartet sie schon. Die 87-Jährige ist schwerkrank und sucht wieder einmal das Gespräch mit Karin Lindermayer. Beim ersten Gespräch hat sie ihr klipp und klar gesagt: „Mit der Kirche kann ich nichts anfangen. Aber der Heilige Franz von Assisi ist mir nah. Der hat die Tiere und die Natur geliebt so wie ich.“ Jetzt, am Ende ihres Lebens, tut es ihr gut, sich mit der Seelsorgerin auszutauschen. Auch über den „Franz“.

„Man muss nicht meinen, dass im Alter automatisch alle Menschen religiös sind. Nach meiner Erfahrung gibt’s da mindestens vier Gruppen: Die kirchlich Sozialisierten, die tief verwurzelt im Glauben sind. Selbst Demente sagen mir dann noch: „Gottesdienst – ja, des tut gut. Des mog i gern.“ Dann gibt’s die, die im Lauf ihres Lebens immer mal kritisch hinterfragt haben. Für sie ist und bleibt die Religion ein wichtiger Teil ihres Lebens. Spirituelle Menschen sind die dritte Gruppe, wie unsere Frau L., die auf der Suche nach Sinn sind. Und es gibt natürlich leider auch die, die mit Gott hadern, die nach Halt suchen. Mit ihnen kann ich mich nur gemeinsam auf den Weg machen.“

Sich auf den Weg machen mit ihren betagten Schützlingen oder die „Seelsorgliche Betreuung“, wie Lindermayer ihre Arbeit am liebsten umschreibt, ist ein vielfältiges Aufgabenfeld: einmal die Woche findet ein Gottesdienst im Haus Georg statt. Der ist immer so gut besucht, dass die kleine Kapelle „aus allen Nähten platzt“. „Es tut den alten Menschen gut, in Gemeinschaft zu beten und zu singen, die altbekannten Lieder zu singen, die vertrauten Gebete zu sprechen. Das gibt Halt.“ Beliebt ist auch der monatliche Rosenkranz. Seit neuestem gibt es noch ein Bibelgespräch, das bereits gut besucht ist.

Am „meisten geschätzt“ wird nach Lindermayers Erfahrung aber das persönliche Gespräch. „Die Zeit, die ich als Seelsorgerin mitbringe, mein aktives Zuhören, meine Offenheit für spirituelle Gedanken, über die die alten Menschen sonst kaum sprechen.“ Selbstverständlich gehört zu ihren Aufgaben auch die Sterbebegleitung: „Ich sitze an ihrem Bett, schenke ihnen Nähe, spreche ein Gebet und segne sie. Das ist eine sehr schöne Aufgabe: Einen Menschen, den man oft besucht hat, mit dem man vielleicht viel gesprochen hat, auf seinem letzten Weg begleiten zu dürfen.“

Nach dem intensiven Gespräch mit Frau L. geht Karin Lindermayer noch im Stationszimmer vorbei. „Der Kontakt mit den Kursana-Mitarbeitern ist sehr gut. Da ist ein reger Austausch über die Bewohner zwischen uns. Manche Pfleger weisen mich darauf hin, dass es einem Bewohner gut tun würde, wenn ich sie besuche. Und die Leiterin der Sozialen Betreuung, Marion Freese, bespricht mit mir regelmässig, was im Haus so läuft, welche Veranstaltungen sie plant. Ich gehör einfach dazu – zu den Senioren und dem Kursana-Team.“

Presserückfragen an:

Michaela Mehls

Pressesprecherin für die Dussmann Gruppe, Dussmann Service, Kursana und Dussmann Office

Dussmann Stiftung & Co. KGaA
Friedrichstraße 90
10117 Berlin

Fon +49 (0) 30 / 20 25 - 25 25

Fax +49 (0) 30 / 20 25 - 25 40

:: mehls @dussmann.de