Wünschen hilft
09.08.2010 – Senioren des Kursana Domizils Pilsting besichtigen Münchner Flughafen
Text: Anette Bergermann
Foto: Kursana
Nein, die Zeiten, „als das Wünschen noch geholfen hat“ – sie sind längst nicht vorbei. Das erfuhren jüngst zwei Bewohner des Kursana Domizils Pilsting. Natürlich braucht's dafür, wie im Märchen, eine gute Fee und vielleicht noch einen Zauberer. Das hilft.
Kursana-Direktorin Frieda Gabriel und Haustechniker Rudolf Heinrich jedenfalls haben erfolgreich einige Fäden gezogen, damit den beiden Senioren Ludwig Beischl und Erich Sanktjohannser ein Herzenswunsch erfüllt werden konnte: Die beiden wollten endlich einmal den Münchner Flughafen kennenlernen. Vielleicht, um so auf ihre alten Tage ein wenig den „Duft der großen weiten Welt“ zu schnuppern.
Dieser Wunsch ging jetzt in Erfüllung: In Begleitung von Rudolf Heinrich ging’s mit dem Kursana-Bus zum International Airport München. Und hier erfuhren die beiden „Reisenden“ gleich, welche Hürden heutzutage ein Passagier überwinden muss, bis er überhaupt in ein Flugzeug gelangt.
Vom Abflug-Gate zum Flughafenbus, der die beiden staunenden Senioren über das riesige Flughafengelände fuhr. „Die Maschine dort startet gleich nach Los Angeles. Das Gepäck ist bereits verstaut. Die Passagiere fahren gerade mit dem Bus heran“, erklärte der Fahrer mit lauter Stimme, um das Dröhnen der gewaltigen Flugzeugmotoren zu überstimmen.
Damit beim zweitgrößten deutschen Flughafen auch alles läuft, braucht es nicht nur sichere Flieger, sondern auch einen Fuhrpark von 4.900 Fahrzeugen, die für eine reibungslose Logistik vor den Starts und nach den Landungen sorgen. Höhepunkt war dann noch der „leider“ kurze Besuch in einer großen Boeing 707. „Damit über den Atlantik zu fliegen. Ich glaub, des würd ich mich denn doch nicht trauen“, so Ludwig Beischl. Auf der Rückfahrt nach Pilsting summte Freund Erich leise den Reinhard-Mey-Song „Über den Wolken“ vor sich hin. „Doch, bis nach Spanien, da tät ich vielleicht doch mal hinfliegen wollen.
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