„Fotosession“ im Kursana Domizil:
11.10.2011 – Denn „Alter kann auch schön sein!“
Text: Anette Bergermann
Bild: Kursana
Gaggenau. Heut früh war sie „noch schnell“ im kleinen Friseursalon des Kursana Domizils: „Da will man doch schön aussehen. Die Kinder sollen die Fotos zu Weihnachten bekommen“, erklärt die79-jährige Seniorin, ein wenig verlegen lächelnd. Ein Senior, der schon auf sein „Shooting“ wartet, hat wohl seinen Sonntagsanzug aus dem Kleiderschrank geholt. Frisch rasiert, die grauen Haare sorgfältig gebürstet, sitzt er im sonnenbeschienen Garten des Hauses Franziskus.
Jutta Meier, Leiterin der Beschäftigung im Domizil und leidenschaftliche Hobbyfotografin, hatte die Idee zu diesem „Senioren-Shooting“: „An ihrem 90. Geburtstag habe ich einmal eine unserer Damen fotografiert. Und sie hat sich über das Foto so gefreut! Da kam mir die Idee zu dieser Aktion. Hier im Haus sind so interessante Menschen beisammen. Jede, jeder von ihnen ist eine einzigartige Persönlichkeit, auf deren Gesichtern das Leben seine unverwechselbaren Spuren hinterlassen hat. Ich wollte einfach einmal zeigen, dass das Alter auch schön sein kann. Und ich find's toll, dass so viele unserer Senioren so unkompliziert mitmachen“, freut sie sich.
Im Vorfeld hatte sie mit ihrem Team überlegt, wie man „unsere Bewohner am besten in Szene setzen kann“. Und was bot sich da Besseres an als jetzt, im Herbst, die umgebende Natur? „Der Herbst symbolisiert ja auch ein wenig das Alter, das Vergehen und gleichzeitig auch die Fülle der Reife“, erklärt sie ihre Inszenierungen. Denn jedes „Model“ hält oder trägt – dekorativ gestaltete – Symbole dieser Jahreszeit. Und das, das zeigen später die fertigen Fotos, stolz und selbstbewusst – und mit einem Ausdruck der Lebensfreude.
Die 79-jährige Bewohnerin hält ihr Foto, auf dem sie lächelnd durch einen bunten Laubkranz blickt, stolz in den Händen: „Da mach ich in der Bastelgruppe demnächst noch einen schönen Rahmen herum und schenk's meinem Sohn zu Weihnachten. Er wollt doch immer mal ein neues Foto von mir. Und auf dem Bild, ja, da mag ich mich wirklich!“
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