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„Das Lächeln unserer Senioren tut gut!“

09.12.2011 – Überzeugte Pflegeazubi Jennifer im Kursana Domizil

 

Text: Anette Bergermann

Bild: Kursana

 

Rastatt. „Für diesen Beruf muss man geboren sein“, davon ist die junge Auszubildende im Kursana Domizil überzeugt. Jennifer Rölz ist 22 Jahre alt und jetzt im dritten Lehrjahr. Ihr Berufsziel, wie das der drei anderen Azubis, die derzeit im Haus Paulus lernen: „examinierte Pflegefachkraft“.

 

Ein ehrgeiziges Ziel, denn die – theoretische und praktische – Ausbildung, die drei Jahre umfasst, ist anspruchsvoll. Das Kursana Domizil unterhält einen Kooperationsvertrag mit der Anne-Frank-Schule in Rastatt. Zwischen beiden Einrichtungen „pendeln“ die Schüler im regelmäßigen ein – bis zweimonatigen Rhythmus hin und her. „Das ist eigentlich super“, findet Jenny, „denn so können wir die in der Schule gelernten Inhalte gleich im Heim in der Praxis umsetzen.“ Anatomie, Psychologie, Pflege, Deutsch, Kommunikation und Aktivierung stehen auf einem dicht gedrängten Unterrichtsplan. Und auch der praktische Teil fordert den Schülern einiges, auch an Nervenstärke, ab: Bereits im ersten Lehrjahr müssen sie ein Praktikum auf einer Sozialstation leisten, um Einblicke in die ambulante Pflege zu bekommen. „Da kann es auch sein, dass man ein paar Mal einen Palliativpatienten mit betreuen muss. Das ist manchmal schon hart“, gibt die junge  Frau unumwunden zu. Im zweiten Jahr steht dann auch ein Praktikum auf der Demenzstation an und schließlich kommt noch eine Zeit in einem Krankenhaus, um durch diese Erfahrungen auch ein wenig mehr „diagnostisches Rüstzeug“ im Heimalltag zu haben. Besuche in Suchtkliniken und anderen Einrichtungen erweitern das Fachwissen. „Denn wir müssen einfach auch ein Gespür für mögliche Suchterkrankungen, für Suizid-gefährdete oder für die unterschiedlichen Formen der Demenz bekommen“, so Jenny. Hilfreich für die Betreuung der Senioren ist auch immer die „Biografiearbeit“, die im Kursana Domizil besonders groß geschrieben wird. „Dadurch ist der Bezug zu den Senioren am größten“, weiß die Auszubildende.

 

Allein gelassen werden die Kursana-Auszubildenden natürlich nicht. „Wir haben für unsere jungen Leute speziell ausgebildete Praxisanleiter, die ihnen jederzeit zur Seite stehen, die sie beraten und anleiten und während des gesamten Ausbildungszeitraums für sie da sind“, so Direktorin Elisabeth Pichal.

 

Im kommenden Jahr wird Jennifer ihre Abschlussprüfung ablegen. Will sie dann weiter in der Pflege bleiben? Die Antwort von ihr kommt prompt und mit Überzeugung: „Die Altenpflege ist absolut eine Branche mit Zukunft! Der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften ist schon heute groß, und er wird noch steigen. Und die Karriere-chancen sind super. Ich kann mich z.B. zur Wohnbereichsleiterin, zur Pflegedienstleiterin oder gar zur Direktorin weiter qualifizieren. Das ist alles möglich. Aber ich werde als erstes eine Ausbildung zur Wundmanagerin anschließen. Das interessiert mich am meisten.

 

Und was die Freude bei der Arbeit angeht, die werd ich garantiert nicht verlieren: Wenn die alten Menschen sich freuen, einen anlachen. Das tut einfach gut!“

 

 

 


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