Die Senioren und Kinder der Lindenschule tanzten beim Straßenkonzert vor dem Kursana Domizil gemeinsam.
Kriftel. Die Kinder der Lindenschule erlebten mit den Senioren einen besonderen Nachmittag. Beim traditionellen Straßenkonzert vor dem Kursana Domizil reichten die Schülerinnen und Schüler der älteren Generation kühle Erfrischungsgetränke und sorgten mit ihrer Hilfsbereitschaft und Offenheit für viele persönliche Gespräche. Die Begegnung zwischen den Generationen entsteht immer, wenn Menschen Zeit miteinander verbringen, miteinander lachen, einander zuhören und gemeinsame Erfahrungen teilen. Genau das geschieht im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Jung trifft Alt“. Aus den regelmäßigen Treffen zwischen Schülern und Senioren ist längst eine lebendige Beziehung geworden.
Ein verbindendes Element beim Treffen von Alt und Jung war die Musik. Mit flotten Hits kam beim Straßenkonzert schnell gute Stimmung auf und so wagten viele auf der in Kriftel wohl ungewöhnlichsten Tanzfläche mit dem aufgemalten Halteverbotszeichen vor dem Kursana Domizil ein Tänzchen. Für musikalische Unterhaltung sorgte der ehrenamtlich engagierte Sänger Axel Lorth, der sich für den Nachmittag ein besonderes Motto hat einfallen lassen: Bei den Liedern standen Frauennamen im Mittelpunkt und so erklangen Hits wie „Tür an Tür mit Alice“, „Joana“, „Marie-Lou“ und „Anneliese“, die bei den Senioren schöne Erinnerungen weckte.
Solche Nachmittage zeigen, wie direkt Begegnungen wirken: Kinder erleben Alter nicht als Abstraktion, sondern als singende, tanzende, erzählende Menschen. Senioren erfahren, dass sie gesehen werden. Genau diese Verbindung zwischen Generationen entscheidet darüber, wie eine Gesellschaft mit dem Älterwerden umgeht: mit Ausgrenzung oder mit Neugier.
Die Kooperation zwischen Lindenschule und Kursana Domizil fördert soziale Kompetenzen, baut Berührungsängste ab und stärkt die Fähigkeit, unterschiedliche Lebenswelten zu verstehen. Die Kinder erleben Alter nicht abstrakt, sondern als Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit. Die Seniorinnen und Senioren erfahren Interesse, Aufmerksamkeit und echte Teilhabe. Das ist ein Gewinn für beide Seiten, denn durch persönliche Kontakte werden Vorurteile abgebaut. Entscheidend ist dabei nicht die Größe eines Projekts, sondern – wie die Zusammenarbeit von Kursana und der Lindenschule zeigt – von seiner Kontinuität. Vertrauen entsteht durch Wiedersehen.
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