Im Mühlenmuseum gab es viel zu entdecken. Bei den Senioren aus der Kursana Villa wurden Erinnerungen an traditionelle Arbeitsweisen und Handwerksberufe lebendig.
Frankfurt. Wie haben Menschen in der vorindustriellen Gesellschaft gelebt, gearbeitet und ihr Handwerk ausgeübt? Dieser Frage ging eine Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern der Kursana Villa Frankfurt beim Besuch des Wambacher Mühlenmuseums in Schlangenbad im Taunus nach. Mit seinen originalgetreu erhaltenen Arbeitsplätzen, funktionsfähigen Maschinen und historischen Exponaten macht das Museum die Lebens- und Arbeitswelt vergangener Jahrhunderte lebendig.
Bereits beim Betreten des Museumsgeländes zog die imposante Kulisse der riesigen Mühlräder die Aufmerksamkeit der Senioren auf sich. Diese eindrucksvollen Konstruktionen, die einst mit Hilfe von Transmissionsriemen Maschinenantrieben, erinnern daran, wie natürlich gewonnene Energie früher die Grundlage für verschiedene Handwerks- und Gewerbetätigkeiten bildete. Im Inneren des Museums setzte sich die Zeitreise fort: Ob Mahl- und Schleifsteine, historische Haushaltsgeräte wie eine hölzerne Waschmaschine oder Werkzeuge vergangener Berufe – die Exponate boten eine Fülle an Anknüpfungspunkten an die eigenen Erinnerungen und Erfahrungen der Senioren.
Besonders beeindruckend war die Führung durch Museumsleiter Karlheinz Luft, der mit Leidenschaft und Fachkenntnis die Funktionsweisen der ausgestellten Maschinen und die traditionellen Handwerksberufe erläuterte. Die Besucher aus der Kursana Villa vertieften im Gespräch mit dem Museumsleiter die spezifischen Werkzeuge und Handgriffe der Handwerker.
Ein weiteres Highlight des Tages war die Ausstellung historischer Haushaltsgeräte. Viele Senioren erkannten vertraute Gegenstände aus ihrer Jugend wieder, darunter Nähmaschinen, Kaffeemühlen oder die erste Miele-Waschmaschine. Die Begegnung mit diesen Relikten vergangener Tage rief Erinnerungen wach und regte Gespräche über die Veränderungen im Alltag und in der Arbeitswelt an. Im ersten Stock des Museums erwartete der Besucher schließlich eine umfassende Darstellung traditioneller Handwerksberufe: Vom Schmied über den Schuster bis hin zum Dachdecker und Maler – die präsentierten Gewerke vermittelten ein anschauliches Bild der handwerklichen Vielfalt und der Herausforderungen des Arbeitslebens in früheren Zeiten.
Zum Abschluss des Besuchs gab es eine besondere Überraschung: Die Kursana Villa Frankfurt überreichte dem Museum eine antike Trompete als Spende. Museumsleiter Karlheinz Luft nahm das Geschenk dankbar entgegen und fügte es sogleich der Ausstellung hinzu, versehen mit einem Schild, das an die Geste erinnert.
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