Die Schauspieler Manuela Schelle und Jürgen Wegscheider bei ihrem Auftritt in der Kursana Residenz Regensburg. Bild: Kursana

 
03.12.2018

Kultur der besonderen Art

Premiere in der Regensburger Kursana Residenz

Für einen „Opern-Eintopf“ der Schauspieler Manuela Schelle und Jürgen Wegscheider bot in Regensburg die Kursana Residenz den Schauplatz für eine Premiere. Für das Publikum war der Auftritt ein Erlebnis ganz besonderer, faszinierender Art.Die Operette „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach lieferte dem Duo die Vorlage. Daraus inszenierten sie ein amüsantes „Theater am Tisch“ – mit wechselnden gesprochenen Rollen, ganz ohne Gesang und damit leicht verständlich. Auftritte führten sie zuvor schon zu vielen Orten zwischen den Inseln Sylt und Mallorca.

„Wir holen die Kultur ins Haus“, erklärte die Kursana-Direktorin Minna Gromzig. „Damit bieten wir unseren Bewohnern besondere Erlebnisse“. Der „Orpheus in der Unterwelt“ mitten am Nachmittag war zweifelsohne ein Highlight im anspruchsvollen Veranstaltungsprogramm der Kursana Residenz.

Der „Orpheus“ in der Urform von Jacques Offenbach wurde 1858 in Paris uraufgeführt. Die Beziehungswirren aus Liebe und Verführung in der Götterwelt der griechischen Mythologie sollten damals die Doppelmoral der „besseren Gesellschaft“ des Zweiten Kaiserreiches karikieren. Doch die Aufführung von Schelle und Wegscheider in der Kursana Residenz hat an Aktualität nichts eingebüßt. Doppelmoral gibt es heute wie einst auf dem Olymp.„Die Menschen zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Götter“, heißt es beispielsweise anzüglich im Text. Eine wichtige Rolle spielt die öffentliche Meinung – in Zwischenszenen vorgetragen als Erklärung für manche Handlungsmotive. Natürlich hat, ganz im Trend der Gegenwart, der eine oder andere der Götter eine Website im Internet.

Die brillanten und engagiert vorgetragenen Texte der beiden Schauspieler fesselten das Publikum. Die Regensburger Kursana-Beiratsvorsitzende Gertrud Rothmeier bestätigte: „Diese Version hat alle Zuschauer freudig überrascht“. Rothmeier ist eine erfahrene Theaterbesucherin, die schon Aufführungen in etlichen Opernhäusern der Welt besuchte. Das Urteil reiht sich ein in viele Stimmen von Opernfans, die Schelle und Wegscheider schon auf ihren Tourneen hörten.

 

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