Der Besucher der Klasse 3b der Otzbergschule war eine runde Sache. Die Senioren saßen und die Kinder standen im Kreis, und alle sangen gemeinsam.

 
01.07.2025

Mehrgenerationenchor bringt gute Laune

Wenn sich im Kursana Domizil Otzberg Alt und Jung treffen und mehrere Generationen zusammenkommen, gibt es immer viel zu erzählen aus der Lebenswelt der Anderen. Kinder und Senioren basteln gern zusammen und malen, doch am liebsten mögen sie das Singen. So war es auch bei der jüngsten Begegnung, als Frühlingslieder und der Kanon „Bruder Jakob“ angestimmt wurden.

Otzberg. Die Mädchen und Jungen der Klasse 3b der Otzbergschule hatten sich auf das Treffen mit den Senioren im Kursana Domizil gut vorbreitet. Die mitgebrachten Liederblätter waren nicht einfach kopierte Texte, sondern gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Sophia Löffler und Christina Probst wurden die Seiten künstlerisch gestaltet. Die Kinder der Grund- und Mittelstufenschule Am Schafbuckel hatten die Blätter mit Bildern verziert.

Der Chor der Jüngeren bestand aus knapp 20 Sängerinnen und Sängern, die für die Begegnung mit der älteren Generation flotte Melodien ausgewählt hatten, die gute Laune verbreiten. „Bruder Jakob“ klingt vielen im Ohr. Selbst die Senioren kennen den Text des französischen Kinderliedes auswendig, und so bekamen die Glocken mit „Ding, dang, dong“ im Mehrgenerationenchor ein besonders starkes Volumen, damit der Mönch Bruder Jakob das Nachtgebet nicht verschläft.

Von Hoffnung, Glück und schönen Momenten in der Gemeinschaft erzählt das Lied „Wunder“ von Gerd Baumann, das die Kinder für die Senioren ausgewählt hatten. Klingt wie ein Liebesgruß an das Leben, wenn Alt und Jung davon singen, dass ein Wunder geschehen ist, zwei Menschen den Weg gemeinsam gehen möchten und spüren, „die Dunkelheit, die ganz bestimmt verschwindet, wenn ein Tag beginnt. Das alles alles wünsch´ ich Dir und mir, dass ich Dich nie verlier´“.

So richtig in Schwung kamen die Schülerinnen und Schüler sowie die Älteren bei dem fröhlichen Lied „Für immer Frühling“ von Soffie. Sie beschreibt ihren Traum von einem Land, in dem für immer Frühling ist. Dort sind Kinder an der Macht und es gibt keine hohen Mauern mehr. „Keiner hier, der hungert, niemandem ist kalt, Vanilleeis zum Nachtisch“, heißt es im Text, der so richtig nach dem Geschmack der Kinder ist, so wie die Fruchtbären und der Saft, den das Kursana Domizil den jungen Besuchern nach dem Auftritt des Chores anbot.

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