30.06.2016
Kursana Domizil Potsdam feiert 10-Jähriges
Das zehnjährige Jubliäum feierte jetzt das Kursana Domizil Potsdam. Mit bunten, duftenden Seifenrosen und einem Glas Sekt begrüßte Direktorin Marianne Göttlicher die Gäste im vollbesetzten Saal vom Kursana Domizil – darunter Elona Müller-Preinesberger, Beigeordnete im Geschäftsbereich Soziales der Landeshauptstadt, Kursana-Regionaldirektor Karsten Cetintas sowie zahlreiche Bewohner und Angehörige.
Einen interessanten Rückblick zum 10-jährigen Jubiläum liefert Marianne Göttlicher. Die Direktorin erläutert die Namensgebung von Kursana, der sich aus den lateinischen Begriffen „curare“ und „sanus“ – zu Deutsch „pflegen“ und „gesund“ – zusammensetzt. Die gleichnamige Stadt in Bangladesch habe dagegen mit Kursana nichts gemein. Vor zehn Jahren sei das Kursana Domizil Potsdam mit 20 Bewohnern gegründet worden. „Heute ist das Domizil mit seinen 107 Plätzen voll belegt und es gibt eine lange Warteliste“, erläutert Marianne Göttlicher. Zu den Bewohnern würden auch zwei Häschen und ein Meerschweinchen gehören, die von den Bewohnern ins Herz geschlossen worden seien. Dreimal in den vergangenen zehn Jahren mussten laut Marianne Göttlicher die Bewohner das Domizil wegen eines Fliegerbombenfundes kurzzeitig verlassen. „Die Evakuierung wurde von den Senioren als Ausflug angesehen“, erinnert sich Marianne Göttlicher. „Und viermal feierten wir im letzten Jahrzehnt einen 100. Geburtstag.“
Dankende Worte richtet Elona Müller-Preinesberger an Marianne Göttlicher und ihre Mitarbeiter. „Ich kann mich noch gut an die Eröffnung vor zehn Jahren erinnern“, sagt die Beigeordnete. „Das Leben und Lachen sowie die Höhen und Tiefen kommen erst mit den Bewohnern eines Hauses.“ Potsdam sei vor sieben Jahren zur familienfreundlichsten Kommune Deutschlands gekürt worden: „Zur Familien gehören auch Großeltern und Urgroßeltern“, sagt Müller-Preinesberger und merkt dazu an: „Ich bin stolz, dass ich Oma bin.“ Eine Stadt müsse über alle Generationen leben. Daher freue man sich in der Stadt über den Zuzug von Jung und Alt. Potsdam werde seniorenfreundlicher und wachse auch in anderen Bereichen: „Schließlich nimmt der Altersschnitt in der Stadt auch immer weiter zu“, sagt resümiert Müller-Preinesberger und wendet sich mit einer klaren Aussage an die Senioren: „Sie gehören in unsere Stadt!“
Dass sich Jung und Alt gut verstehen, zeigt auch die Kita „Nuthewinkel“, die anlässlich des Kursana-Jubiläums ihr Frühjahrsmusikprogramm vorstellte. „Frühling bring uns Blumen“ oder das Lied vom Kuckuck und Esel gehörten zum Repertoire. Weiterer Höhepunkt war die Modenschau mit Berufskleidung aus 1500 Jahren Pflegegeschichte. Die Kursana-Mitarbeiter schlüpften in 15 verschiedene historische Kostüme – allesamt eine Leihgabe des Pflegedienstausstatters WIBU Berlin, der auch die Idee zur Modenschau lieferte. Besonders filigran wirkten die Pflegetrachten der Hildegard von Bingen aus dem 11. Jahrhundert und der Elisabeth von Thüringen aus dem 12. Jahrhundert. Sehr pragmatisch offenbarte sich das weiße Gewand des Pestmannes aus dem 14. Jahrhundert. Das 19. Jahrhundert verkörperten Florence Nightingale und Rose Virchow, deren Gatte Rudolph als Begründer der modernen Pathologie in den Namen von Straßen und Kliniken verewigt wurde.
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