Gern zeigt Hans-Arno Ulrich seine Afrika-Fotobücher. Foto: Gregor Lorenz
Torgelow. Er kann es nicht lassen! Selbst im Domizilgarten geht Hans-Arno Ulrich auf Safari. Kurz nach seinem Einzug ins Domizil spürte er wild wachsende Orchideen hinter dem Haus auf. Da war der Naturentdecker gleich wieder in seinem Element. Denn der ehemalige Torgelower Tischlermeister kennt sich nicht nur mit Holz, sondern auch mit Pflanzen- und Tierarten bestens aus. Er ist ein wandelndes Natur-Lexikon. Während er zu DDR-Zeiten nach Feierabend die heimische Flora und Fauna erkundete („Ich fotografierte in den 1970er Jahren sogar einen Elch auf Rügen.“) erfüllte er sich nach der Wende einen lang gehegten Kindheitstraum: Afrika hautnah erleben. Mit unheimlicher Neugier und einem zielgenauen Kamerablick durchstreifte er Tansania, Kenia, Namibia, Senegal und Südafrika. So entstanden traumhaft schöne Fotos, die Hans-Arno Ulrich auch heute noch gern anderen Bewohnern zeigt und dabei Geschichten und Anekdoten erzählt.
Seine Afrika-Reisen lenkten ihn auch von Schicksalsschlägen ab, wie dem Unfalltod seines Sohnes Stefan. Seine Tochter nahm Hans-Arno Ulrich bei seiner letzten Reise nach Tansania im Sommer 2012 mit. Gemeinsam durchstreiften sie beispielsweise das UNESCO-Weltnaturerbe Ngorongoro-Krater. Das Naturschutzgebiet entstand durch den Einsturz eines Vulkans. Dort leben besonders viele Löwen, Nashörner, Leoparden, Büffel und Elefanten. Der Torgelower fotografierte sie alle in zum Teil seltenen Situationen.
Aber er genoss die Exotik in Afrika genauso, wie die heimischen Wanderungen. Besonders gern denkt er an die Exkursionen mit der Politikerwitwe und Botanikerin Loki Schmidt zurück. „Sie war von den Orchideen in Mecklenburg-Vorpommern völlig fasziniert. Inzwischen erwarb ihre Stiftung die Orchideenwiese bei Rieth und pflegt sie“, weiß Hans-Arno Ulrich.
Von solchen Erinnerungen lebt der aufgeweckte Senior, der seit drei Jahren im Kursana Domizil Torgelow wohnt. In seinem Zimmer hat er sie auch alle aufgestellt, die Souvenirs seiner Safaris, die ihn so weiter begleiten.
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