Gertraud Klooster ist seit Jahren Stammkundin bei Hörgeräteakustik-Meisterin Rita Isermann-Claaßen. Als Bewohnerin im Domizil nutzt sie jetzt die komfortablen Sprechtage im Haus für einen Hörtest.

 
10.02.2026

Aufklärungsarbeit rund ums Hören von Hochbetagten

Wenn Hörgeräteakustik-Meisterin Rita Isermann-Claaßen ihre Sprechtage für die Bewohner im Domizil Aurich anbietet, geht es um mehr als die Inspektion der Hörgeräte.

Aurich. Seit mehr als einem Jahrzehnt baut Hörgeräteakustik-Meisterin Rita Isermann-Claaßen einmal pro Quartal im Therapieraum vom Kursana Domizil Aurich ihre kleine Werkstatt auf und bietet den Bewohnern einen Vormittag lang kostenlosen Service rund um ihre Hörsysteme an: Neben der Inspektion der Geräte überprüft sie den Sitz der Ohrpassstücke, führt Hörtests durch und berät zu allen aktuellen Fragen. „Rund 15 Bewohner nutzen jedes Mal den Sprechtag, manche von ihnen suche ich auch in ihren Zimmern auf“, erzählt Rita Isermann-Claaßen „Mir ist wichtig, frühzeitig reagieren zu können, wenn es Probleme gibt und die Senioren ihre Hörgerate nicht tragen. Denn wer nicht gut hört, kann nicht am Leben in der Gemeinschaft teilhaben und zieht sich immer mehr zurück.“

Hören und Verstehen braucht im Alter mehr Zeit  

Die Hörgeräteakustik-Meisterin rät dazu, bei Hörverlust frühzeitig zu reagieren. „Ohne Außenreize verkümmert das Sinnesorgan immer mehr“, sagt sie. „Wer erst einmal hörentwöhnt ist, braucht mit dem Hörgerät länger, um Geräusche zuordnen zu können. Und wer im hohen Alter auch mit Hörhilfe nur noch ein Hörvermögen von sechzig Prozent hat, benötigt Zeit zum Denken und Verstehen. Gelingende Kommunikation mit Hochbetagten setzt immer voraus, dass das Gegenüber langsam und deutlich spricht.“ Da Rita Isermann-Claaßen diese Aufklärungsarbeit am Herzen liegt, bietet sie auch Hausbesuche an, an denen Angehörige teilnehmen können. Und sie schult regelmäßig das Pflegepersonal im Umgang mit modernen Hörsystemen. Dabei kann sie viele Vorurteile aus Weg räumen. „Bei den innovativen Hörgeräten mit Akku müssen keine Batterien mehr ausgetauscht werden. Sie sind auch für Senioren komfortabel zu handhaben.“

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