Karla Schulze, Laureen Röhrig und Mia Sophie Schütte (v.l.n.r.) hatten Spaß daran, Betreuungskraft Victoria Fomien (vorn) beim Streichen der Hochbeete zu unterstützen.
Aurich. Groß war die Aufregung bei den fünf Schülerinnen und einem Schüler, als sie am Morgen ihres „Zukunftstages“ im Domizil Aurich eintrafen: Was würden sie in der Pflegeeinrichtung erleben? Wie würden die Senioren auf ihren Besuch reagieren? Und kann dieser Tag, der alljährlich für die fünften bis neunten Klassen an allgemeinbildenden Schulen durchgeführt wird, tatsächlich bei der beruflichen Orientierung hilfreich sein? Nach einer Hausführung und einer kurzen Vorstellungsrunde durften die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 14 Jahren in verschiedenen Arbeitsbereichen der Senioreneinrichtung mit anpacken: Sie deckten beim Frühstück die Tische, verteilten Getränke, spielten anschließend mit den Senioren Ball und unterstützen sie zum Start der Gartensaison beim Streichen der Hochbeete.
„Es ist toll, alten Menschen zu helfen“, sagt Laureen Röhrig (12), deren Mutter als Pflegehelferin im Haus arbeitet. „Die Senioren haben uns ganz oft gelobt und sich sehr über unsere Unterstützung gefreut. Jetzt kann ich noch besser verstehen, warum meine Mutter gern in der Altenpflege arbeitet.“ Karla Schulze (14), deren Großmutter im Domizil gewohnt hat, freute sich besonders über die Gespräche mit den Senioren. „Ich möchte später unbedingt mit Menschen arbeiten“, sagt sie. „Am liebsten möchte ich Grundschullehrerein werden. Aber Altenpflege kann ich mir nach dem heutigen Tag auch gut vorstellen.“
Mia Sophie Schütte (11) plant bereits, ihr Schulpraktikum in der Altenpflege zu machen. „Meine Oma, meine Mutter und mein Stiefvater arbeiten hier in der Pflege. Ich habe immer schon gern zugehört, wenn sie von der Arbeit erzählt haben“, sagt sie. „Außerdem finde ich es cool, wenn sie alle mir später in der Ausbildung beim Lernen helfen können.“
Anne Kamphenkel, Leiterin der sozialen Betreuung, zeigte sich vom Engagement der Schülerinnen sehr beeindruckt. „Es war schön zu erleben, dass sie ohne Scheu Kontakt zu unseren Bewohnern aufgenommen und sich supertoll eingebracht haben“, sagt sie. Laureen Röhrig hat sich gleich die Visitenkarte von Anne Kamphenkel eingesteckt, um in Zukunft öfter einmal zum „Mensch, ärgere dich nicht“ -Spielen mit Bewohnern ins Domizil zu kommen.
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