Zwei, die sich gut verstehen: Die Auszubildende Madleen Weeken mit Bewohnerin Elfriede Waltraud Polinski, die auf dem Komfort-Wohnbereich vom Domizil Aurich lebt.

 
23.02.2026

Junge Mutter macht Teilzeitausbildung zur Pflegefachfrau

Als erste in Aurich absolviert Madleen Weeken (32) im Kursana Domizil die Ausbildung zur Pflegefachkraft in vier statt drei Jahren.

Aurich. Die Tage von Madleen Weeken sind durchgetaktet: Frühmorgens bringt die 32-Jährige aus Victorbur ihre beiden Jungen zur Tagesmutter und in die Kita. An drei Tagen in der Woche besucht die Auszubildende bis 14 Uhr die Berufsbildende Schule in Aurich, die restlichen zwei Tage verbringt sie bis Mittag im Kursana Domizil Aurich, ihrem Ausbildungsbetrieb. Nachmittags widmet sich Madleen Weeken komplett ihren zwei und vier Jahre alten Kindern. Und abends lernt sie für die anspruchsvolle generalisierte Ausbildung zur Pflegefachfrau. „Dieses Pensum schafft man nur, wenn man wie ich für seinen Beruf brennt“, ist sie überzeugt.

Die Arbeit in der Pflege fühlte sich gleich richtig an  

Nach der Schule hat die gebürtige Emderin eine Ausbildung im Einzelhandel gemacht. Da sich ihre Arbeitszeiten nur schwer mit der Kinderbetreuung vereinbaren ließen, suchte sie nach der zweiten Elternzeit nach einer beruflichen Alternative. Der Job in der stationären Altenpflege fühlte sich gleich richtig an. „Die Bewohner geben mir so viel zurück“, schwärmt Madleen Weeken. „Mir ist schnell klar geworden, dass ich mir das ganze Pflegewissen aneignen und selbständig als Fachkraft arbeiten möchte.“ Sie startete 2025 als Pionierin an der BBS1 in Aurich die Fachkraftausbildung in Teilzeit und wechselte nach zehn Wochen den Ausbildungsbetrieb. „Im Kursana Domizil bekomme ich viel mehr Unterstützung und brauche keine Überstunden zu machen“, sagt sie.

Madleen möchte anderen Müttern Mut machen  

Während Absolventen der dreijährigen Ausbildung bereits im ersten Jahr externe Facheinsätze haben, kann sich Madleen Weeken in den ersten beiden Jahren in ihren 30 Wochenstunden auf den Schulunterricht und die stationäre Pflege im Domizil konzentrieren. Im dritten Ausbildungsjahr, wenn die anderen bereits für ihre Prüfungen lernen, wird sie Erfahrungen im Krankenhaus, in der ambulanten Pflege, der Kinderkrankenpflege und der Psychiatrie sammeln. Und erst in ihrem vierten Ausbildungsjahr wird sie sich in einem neuen Klassenverband und dem Domizil auf ihre Prüfungen vorbereiten. „Mich treibt an, dass ich eine Arbeit ausüben möchte, die mich erfüllt, finanziell unabhängig macht und mir die Möglichkeit gibt, mich immer weiterzuentwickeln“, sagt Madleen Weeken. „Die Kinder werden schnell groß. Deshalb möchte ich auch anderen Müttern Mut machen, an ihrer beruflichen Zukunft zu arbeiten.“

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