26.01.2026
Herz-Begegnung in den Bergen
Dieses Treffen prägte! Simone Awater (57) von der sozialen Betreuung im Kursana Domizil Bad Muskau besuchte während ihrer letzten Nepal-Reise eine 103-Jährige. Gemeinsam philosophierten sie in den hohen Bergen über die Geheimnisse eines langen Lebens.
Bad Muskau. Zu 100-jährigen Bewohnern hat Simone einen ganz besonderen Draht. Sie teilt mit ihnen im Domizil gern Lebensweisheiten. Das erzählte sie auch während ihrer letzten Reise zum Dach der Welt. „Ein Einheimischer wurde hellhörig und schlug spontan vor, seine 103-jährige Mutter zu besuchen“, erinnert sich die Oberlausitzerin. Gedacht, getan. Wenige Stunden später traf sie in einem abgelegenen Bergdörfchen die hochbetagte Napalesin vor ihrem kleinen Häuschen. Mit Hilfe des Sohnes, der dolmetschte, kamen die beiden Frauen schnell ins Gespräch. Beim gemeinsamen Pomelonaschen plauderten sie über den Sinn des Lebens, über Gewohnheiten und Gefühle. „Mich berührte die Bescheidenheit der Napalesin unheimlich“, schwärmt Simone. „Sie ist auch das Geheimnis der 103-Jährigen.“
Nach der wohl beeindruckendsten Philosophie-Stunde ihres Lebens verabschiedete sich die Sächsin und nahm gedanklich die tiefe Zufriedenheit der Greisin mit auf die weitere Reise. Denn seit über zehn Jahren baut Simone nun schon in ihrem Urlaub ein Netzwerk für karikative Aktionen in Nepal auf. Sie unterstützt Obdachlose, fördert behinderte Kinder, verschenkt Ziegen an bitterarme Familien. Die vielen Herz-Begegnungen prägen Simone und geben ihr Kraft für die Arbeit daheim im Kursana Domizil Bad Muskau.
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