Kein Stuhl mehr frei im Garten beim sonntäglichen Chorsingen

 
11.08.2025

Sonntags wird gesungen

Alle zwei Wochen kann man im Kursana Domizil Marzahn am Sonntag Chorgesang hören.

Berlin-Marzahn. Wenn man sonntags in der Märkischen Allee 68 Senioren aus voller Kehle singen hört, dann treffen sich die Bewohner des Kursana Domizil mit Berit Burmeister. Seit einem Jahr kommt die gelernte Erzieherin, die inzwischen für einen Onlineshop arbeitet, ehrenamtlich in die Einrichtung, um mit den Bewohnern zu singen.

Immer dabei hat die 39-Jährige ihre Gitarre. Ehrenamtlich hat die junge Frau, die aus einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen stammt, eigentlich schon immer gearbeitet– in kirchlichen Kindergruppen, als Umzugshelferin für Geflüchtete oder an einer Inklusionsschule. Vor etwas mehr als einem Jahr hat sie in Berlin nach einer neuen Möglichkeit gesucht und ist eher zufällig auf das Kursana in Marzahn aufmerksam geworden.

Bereut hat sie das noch nie. „Ich bin unglaublich dankbar und glücklich eine so tolle Einrichtung für mein Ehrenamt gefunden zu haben. Sowohl die Mitarbeitenden als auch die Bewohnerinnen und Bewohner nehmen mich jeden Sonntag aufs Neue mit offenen Armen auf und haben es mir von Anfang an leicht gemacht“, erzählt sie. „Ich habe selten eine solche Wertschätzung erlebt, obwohl ich wirklich nicht gut Gitarre spielen kann und viele Fehler mache“, ergänzt sie noch.
 

Das schönste Gefühl entstehe bei ihr immer dann, wenn die Bewohner so laut mitsingen würden, dass sie selbst gar nicht mehr mitsingen muss. „Da bekomme ich immer richtige Gänsehaut“, beschreibt Berit Burmeister den Moment.

Den Bewohnern ist die junge Musikern ebenfalls ans Herz gewachsen. Einfach nur nach den Klängen ihrer Gitarre zu singen, das gefällt ihnen am besten. Wünsche erfüllt Berrit Burmeister gern – Volksmusik oder Schlager sind besonders gefragt. 90 Lieder umfasst ihr Repertoire inzwischen.

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