Seit zehn Jahren arbeitet Adrian Helle als Pflegeassistent im Kursana Domizil Marzahn

 
16.06.2025

Vom Elastomertechniker zum Pflegeassistenten

„Elasto was?“ ist die erste Reaktion des Gegenübers, wenn Adrian Helle über seinen ursprünglichen Beruf spricht.

Berlin-Marzahn. Der 56-Jährige hatte im Mai sein zehnjähriges Betriebsjubiläum im Kursana Domizil Marzahn. Von Hause aus war er in seiner alten Heimat in Nordrhein-Westfalen als Elastomertechniker in der Kautschuk- und Kunststoffindustrie tätig.

Die Branche produziert inzwischen nicht mehr in Deutschland. Helle wurde, wie viele andere Kollegen auch, nicht mehr gebraucht. Just zu der Zeit besuchte er Berlin. Die Stadt gefiel ihm und er zog mit seinen drei Kindern hierher.

In seinem Beruf gab es allerdings auch hier keine Arbeit für ihn. Das Arbeitsamt empfahl eine Umschulung für die Pflege. „Warum nicht“, habe er gedacht und erst einmal ein Praktikum in einem Krankenhaus gemacht. Schnell war ihm klar, dass ein Krankenhaus nicht das Richtige für ihn ist. „Andererseits habe ich überhaupt keine Scheu oder Berührungsängste im Umgang mit älteren Menschen“, erzählt der große, kräftige Mittfünfziger.

Also habe er die entsprechende Weiterbildung absolviert.   Pflegeassistent zu sein, genügt Helle ganz und gar. „Ich habe alle Scheine gemacht, die man baucht und unterstütze die Fachkräfte sehr gern. Selber Fachkraft zu sein, das ist mir nicht wichtig. Die vielen administrativen Aufgaben, die man da hat, sind einfach nicht mein Ding“, erklärt er klipp und klar.

Trotz der drei Kinder, für die er die alleinige Verantwortung hatte, hat er immer voll gearbeitet. Die Drei gehen inzwischen ihre eigenen Wege, haben Berlin zum Teil verlassen. „Wir waren ein gutes Team“, lautet sein Resümee.

Das gute Team hält ihn auch in der Einrichtung und in seiner gerade neu gebildeten Gruppe der Wohnbereiche drei und vier. Er fühlt sich hier wohl. „Sonst wäre ich nicht mehr hier“, sagt er deutlich.

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