25.09.2026
Erinnerungen mit Kaffee und Kittelschürze
Anlässlich des Weltalzheimertages und der Woche der Demenz nutze das Team der Betreuung im Kursana Domizil Bitterfeld eine gesellige Kaffeetafel dazu, Erinnerungen zu wecken. Dabei spielten Alltagsgegenstände von früher eine besondere Rolle.
Bitterfeld. Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenz, meist mit Alzheimer. Die Erkrankung beeinträchtigt Gedächtnis, Orientierung und Selbstständigkeit. Zwar ist Demenz bislang nicht heilbar, doch eine fachkundige Pflege und Betreuung können dazu beitragen, Lebensqualität und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.
Im Kursana Domizil Bitterfeld orientieren sich Pflege- und Betreuungskräfte an Gewohnheiten, Vorlieben und persönlichen Erfahrungen der Bewohnerinnen und Bewohner. Diese sogenannte Biografiearbeit bildet die Grundlage vieler Betreuungsangebote. Fotos, Musik, vertraute Gegenstände oder bekannte Düfte können Erinnerungen wecken und Geborgenheit vermitteln.
„Ach ja, so eine hatte ich auch“: Kräftige Farben, ein florales Dekor und weiße Bordüren waren ein klassisches Design von Kittelschürzen, in der DDR auch Dederon-Schürzen genannt, und für viele Frauen über Jahrzehnte Alltag. Ebenso wie Einkaufsnetze, Waschbretter, Strickwaren und anderen Accessoires und Kleidungsstücke, welche die Mitarbeitenden zwischen duftenden Kaffeetassen wie in einer kleinen Modenschau präsentierten.
Erinnerungen an früher wurden wach und in fröhlicher Runde geteilt. „Da konnten sich auch unsere Seniorinnen und Senioren, die an Demenz erkrankt sind, gut einbringen“, erzählt die Leiterin der Sozialen Betreuung Katja Tepper. So bringen Angebote wie diese nicht nur Freude, Wohlbefinden und Miteinander, sondern schaffen auch Möglichkeiten der Teilhabe.
Das war eine schöne Kaffeetafel mit viel Lob und Lächeln“, resümiert Katja Tepper. „Die Bewohnerinnen und Bewohner reden sogar heute noch davon.“
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