Ein starkes Netzwerk für die Pflege (v.l.n.r.): Yvonne Martini, Andrea Buro, Steven Wienke und Bianca Zummack.

 
27.03.2026

Das Geheimnis erfolgreicher Talentförderung

In der Pflege stehen engagierten Mitarbeitenden viele Karrierewege offen.

Buchholz/Hamburg-Billstedt. 15 Jahre war Andrea Buro als Direktorin im Kursana Domizil Buchholz tätig, bevor sie 2023 im Unternehmen auf den Posten der Regionalgeschäftsführerin wechselte. Die Leitung der Senioreneinrichtung gab sie an Yvonne Martini weiter, die dort 2008 in der Elternzeit an zwei Wochenenden im Monat als Fachkraft gestartet ist und sich stetig weiterqualifiziert hat. Auch das Leitungsteam im Domizil Hamburg-Billstedt hat seine Wurzeln in Andrea Buros „Talentschmiede“: Bianca Zummack kam 2011 als Fachkraft nach Buchholz und konnte nach ihrer Elternzeit über verschiedene Leitungsfunktionen 2025 zur Direktorin in Billstedt aufsteigen. Dort ist Steven Wienke, den sie seit 2012 aus Buchholz kennt, als Pflegedienstleiter an ihrer Seite. Wenn die vier Führungskräfte heute zusammentreffen, ist ein großer Zusammenhalt spürbar.

Wer will sich wirklich weiterentwickeln?

„Als Führungskraft muss man erst einmal zulassen können, dass sich Talente weiterentwickeln und darf keine Angst davor haben, sie später an die Konkurrenz zu verlieren“, sagt Andrea Buro, die nach erfolgreicher Karriere in der Hotelbranche 2005 in den Pflegebereich gewechselt hat. „Dann braucht man Gespür dafür, welche Mitarbeitenden das Potenzial und den Willen mitbringen, sich weiterzuentwickeln.“ Yvonne Martini, Bianca Zummack und Steven Wienke seien eher zurückhaltende Menschen, die von Anfang an dadurch auffielen, dass sie wissbegierig, strukturiert und analytisch seien, sagt Andrea Buro: „Alle drei sind echte Schnelldenker.“

Jungen Müttern die Chance zum Aufstieg geben

Im Rückblick wissen diese zu schätzen, dass sie in Buchholz in einem geschützten Raum in Ruhe wachsen durften. Steven Wienke fand hilfreich, dass es im Haus klare Strukturen und durchaus strenge Regeln mit Raum für eigene Gestaltung gegeben habe. „Das gab mir Sicherheit“, sagt er. Yvonne Martini weiß zu schätzen, dass sie im Beruf immer ihre Stärken und Talente ausleben durfte. Und Bianca Zummack ergänzt: „Ich konnte lernen, dass es Spaß macht, Verantwortung zu übernehmen.“ Beide Frauen betonen, dass ihre Karriere ohne die familienfreundlichen, flexiblen Arbeitszeitmodelle und den Rückhalt bei Andrea Buro, die selbst zweifache Mutter ist, nicht möglich gewesen wäre.

Die Herausforderung der „Generation Z“ annehmen

Heute ist das Erfolgstrio in der Position, dem Pflegenachwuchs eine Chance zu geben. „Wir haben für unsere Karriere bereitwilliger Opfer gebracht“, sagt Yvonne Martini. „Bei heutigen Berufseinsteigern der Generation Z versuche ich die Motivation hochzuhalten, indem ich ihnen frühzeitig auf der Grundlage von Vorlieben und Stärken eine berufliche Perspektive aufzeige.“ Alle drei nutzen ihr starkes Netzwerk bei Fragen und Konflikten und sehen ihre Mentorin bis heute als großes Vorbild. „Genauso profitiere ich von den Erfahrungen und Ideen der Jüngeren“, sagt Andrea Buro. „Langfristig erfolgreich ist man doch nur im Team.“ 

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