Nach 65 Ehejahren zeichnet sich das Miteinander von Ellen und Manfred Thias durch große Vertrautheit aus.

 
30.01.2026

Eiserne Hochzeit mit vielen schönen Momenten

Ellen (86) und Manfred Thias (87) feierten ihren 65. Hochzeitstag im Domizil Buchholz. Wegen seiner Demenzerkrankung war es ein Fest in mehreren Etappen.

Buchholz. Statt eines großen Festes zur Eisernen Hochzeit am 13. Januar feierten Ellen (86) und Manfred Thias (87) mehrere kleine: Eine Woche lang besuchten immer nur wenige vertraute Menschen aus Familie und Freundeskreis das Paar im Kursana Domizil Buchholz, wo Manfred Thias wegen seiner Demenzerkrankung seit Juni vergangenen Jahres lebt. So konnten beide mit den Gästen ganz in Ruhe zusammensitzen, Erinnerungen austauschen und sich über die zahlreichen farbenfrohen Blumensträuße freuen. „Es war ein schönes Miteinander, das auch meinem Mann gutgetan hat“, sagt Ellen Thias.

Die Familie stand immer im Mittelpunkt

Beide sind in Hamburg-Finkenwerder aufgewachsen und haben sich im Jugendkreis der neuapostolischen Kirche kennengelernt. Manfred Thias machte eine Ausbildung zum technischen Zeichner und war mehrere Jahrzehnte für Airbus tätig. Ellen Thias lernte den Beruf der Damenschneiderin. Als nach der Hochzeit 1961 und 1965 die beiden Töchter geboren wurden, widmete sie sich ganz der Familie. Mit dem Umzug in ein Haus mit großem Garten in Schierhorn wurde 1967 ein Traum wahr. Auch an die schönen Campingurlaube an der Ostsee denkt das Paar gern zurück. Manfred Thias spielte privat Geige und engagierte sich ehrenamtlich in der neuapostolischen Kirche Nordheide in Buchholz. So lag es nahe, sich dort vor 15 Jahren eine Wohnung als Alterssitz zu suchen. Ellen Thias hat ihren Mann eineinhalb Jahre zu Hause gepflegt, bis sie selbst gesundheitlich an ihre Grenzen kam.

Zusammenhalt in guten wie in schlechten Zeiten

„Auch wenn ich ihn im Alltag sehr vermisse, bin ich froh und dankbar, dass mein Mann im Domizil so liebevoll umsorgt wird“, sagt die Seniorin, für die die Familie mit den vier Enkel- und zwei Urenkelkindern eine große Stütze ist. Täglich macht sich Ellen Thias auf den fünfminütigen Fußweg zur Pflegeeinrichtung, um die Nachmittage mit ihrem Mann zu verbringen. Trotz der Krankheit ist ihr Miteinander bis heute von großer Vertrautheit, Wärme und Herzlichkeit geprägt. Für Ellen Thias gilt, was sie ihrem Mann vor 65 Jahren zur Hochzeit versprochen hat: In guten wie in schlechten Zeiten zusammenzuhalten.

Zur Übersicht