Die Senioren hatten viel Spaß mit der Clownin Elodie Kalb.

 
30.01.2016

Mal wieder so richtig kaputtlachen

Rote Nase, rote Schuhe, gelber Pullover, gelbe Strumpfhose und zur Krönung des bunten Outfits eine grüne Spange im Haar – nanu, wer kommt denn da heute zu Besuch, dachten sich viele Bewohner des Kursana Domizils Dreieich, als nach dem Anklopfen plötzlich eine Clownin vor ihnen stand. Elodie Kalb, selbständige Künstlerin aus Frankfurt, die auch beim Verein „Die Clown Doktoren“ in Krankenhäusern Patienten zum Lachen bringt, war jetzt in den verschiedenen Wohnbereichen der Pflegeeinrichtung in der Sprendlinger Eisenbahnstraße unterwegs und hat den Senioren Tränen auf die Wangen gebracht – vor Lachen.


Doch zunächst einmal sei es Aufgabe einer Clownin, den Zugang zu den Zuschauern zu finden. Das passiere nicht immer auf demselben Weg, sondern sei mitunter ganz individuell. Doch die Brücken zu den Bewohner in der Pflegeeinrichtung waren schnell gebaut, denn Elodie Kalb ist ein erfahrener Spaßvogel, der seit Jahren für heitere Stunden sorgt.

Die Clownin sieht sich auf humorvolle Weise den Menschen zugewandt. Den Senioren im Kursana Domizil begegnete sie mal auf eine tollpatschige, mal auf eine naive, verspielte Art und fand leicht den Draht zu der älteren Generation. Dabei müsse man immer beobachten, wie viel der Gegenüber hören und sehen könne und dann reagieren, sagt die Clownin.

Elodie Kalb versucht, das Publikum zu berühren. Doch wenn jemand sage oder signalisiere, er wolle nicht mitmachen und sei nicht zu Späßen aufgelegt, „dann akzeptiere ich das“, so die Künstlerin, die bei den Clowndoktoren in der Rolle von Dr. Fidibus jungen Patienten eine andere Perspektive gibt, auf das, was in der Klinik passiert. Elodie Kalbs Vorbilder sind Mary Poppins und der Entfesslungskünstler Harry Houdini.

Die Frankfurterin machte zunächst ihren Magister in Kulturanthropologie und Germanistik, lernte dann Pantomime bei Peter Makal und besuchte die Schule für Clowns in Mainz. Zu sehen waren Elodie Kalb, alias Elfie Effef und ihre Clowns-Kollegin Wilmaa März auch schon in der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache und in einem Schaufenster in der Fahrgasse 4, wo das Duo Passanten auf dem Gehweg auf lustige Weise zu Interaktionen mit dem Publikum animierte. Im Kursana Domizil Dreieich haben die Bewohner sicherlich bald wieder viel mit der Frau mit der roten Nase zu lachen. „Ich komme gern wieder zu den Senioren“, sagt die Clownin.

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