Musiker Frank Hammer legt sich für seine Fans, von denen viele im Kursana Domizil Dreieich zuhause sind, ins Zeug und spielt ihre Lieblingslieder.

 
05.08.2026

Mit Musik durch die Jahrzehnte

Musik schafft es – wie kaum ein anderes Medium – immer wieder, die Menschen auf eine Zeitreise mitzunehmen. Melodien und Refrains sind meist mit emotionalen Erlebnissen verbunden und lösen sofort Erinnerungen an schöne Momente aus. So war es auch beim Auftritt des Gitarristen und Sängers Frank Hammer im Kursana Domizil Dreieich. Die Evergreens machten Gedanken an früher wieder lebendig.

Dreieich. Die Songs von gestern, wie etwa „Yesterday“ von den Beatles, sind bei den Senioren nach wie vor präsent. „Gestern schienen all meine Sorgen so weit weg“, heißt es übersetzt in dem melancholischen Lied der „Fab Four“. Und weiter im Text: „Oh, ich glaube an gestern. Die Senioren glauben an die Songs von gestern. Sie kommen so richtig in Schwung, als der Musiker Frank Hammer bei dem Konzert im Kursana Domizil Dreieich die Evergreens anstimmt. Die bekannten Melodien wirken wie Schlüssel, die verschlossene Gedächtnistüren öffnen und beim Erleben der Musik in der Gruppe die Zugehörigkeitsgefühl stärken.

Beim jüngsten Auftritt des Frankfurter Sängers steht Frank Hammer nicht auf der Bühne im Saal, sondern die Senioren erleben ihn hautnah in den Wohnbereichen. Der Gitarrist macht eine Tour durch die Zimmer und nimmt die Menschen auf eine Entdeckungsreise mit. Das Leben ist kein Wunschkonzert, doch wenn Frank Hammer spielt, dann erklingen auf Zuruf die Lieblingslieder der älteren Generation – alles ohne Noten und Textblätter. Kein Wunder, denn der Musiker unterhält sein Publikum seit rund 40 Jahren, sein Repertoire umfasst mehrere hundert Lieder.

Die Senioren klatschen zum Rhythmus, wippen mit den Füßen, schunkeln und singen den Refrain mit, als Frank Hammer Drafi Deutschers Nummer-Eins-Hit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ aus dem Jahr 1965 zum Besten gibt. „Aber unsere Liebe nicht“ schallt es über den Flur des Kursana Domizils und weiter: „Dam-dam--dam-dam“.

Die musikalische Reise in die 1960er Jahre wird mit einem Hit von Cliff Richard, der deutschen Version von „Lucky Lips“, fortgesetzt. Alle singen „Rote Lippen soll man küssen“ und sind sofort wieder in der Zeit angekommen, als der amerikanische Präsident John F. Kennedy im Juni in der Stadt an der Spree den berühmten Satz „Ich bin ein Berliner“ sagte und im November in Dallas erschossen wurde. Viele der Senioren haben das sozusagen live miterlebt – am Radio oder vielleicht schon am ersten Fernsehgerät – in Schwarz-Weiß. Heute macht die Musik die Bilder im Gedächtnis bunt.

 

 

Zur Übersicht