04.04.2025
Turbulenter Job zum Wohl von Bewohnern und Kollegen
Seit einem Jahr hat das Kursana-Domizil Greifswald einen neuen Direktor: Georg Krüger
Georg Krüger hat eine lange Liste von Aufgaben, die zu organisieren sind. Insgesamt sieht er für seine Arbeit drei große Bereiche: Zum einen möchte er Beständigkeit und Transparenz für die Kolleginnen und Kollegen schaffen, denn Verlässlichkeit in den Strukturen findet er wichtig. Zum anderen ist er kontinuierlich auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Und nicht zuletzt geht es um die Wartung und Instandsetzung des Hauses.
Einer vom Fach
Automechaniker – das wäre sein Traumjob gewesen. Doch eine Unfallverletzung in jungen Jahren verhinderte diesen Weg. Also musste eine andere Entscheidung her, bei der die Familie durchaus eine Rolle spielte: „Meine Mutter und eine Tante sind Krankenschwestern, eine andere ist Pflegedienstleiterin – ich hatte also keine Wahl.“ Georg Krüger lacht. Ein Schulpraktikum bei seiner Tante brachte erste Eindrücke: „Am ersten Tag habe ich mich gefragt, wie das gehen soll - manche Dinge waren etwas beängstigend. Aber nach einer Woche ging es richtig gut. Und die älteren Menschen mochten mich.“
Ein Freiwilliges Soziales Jahr führte den Lassahner in ein Krankenhaus nach Eutin, später absolvierte er eine Ausbildung in Wolgast zum Gesundheits- und Krankenpfleger, wie es damals hieß.
Bei den ersten beruflichen Stationen arbeitete Georg Krüger mehrere Jahre in der Intensivpflege, es folgten weitere bei Pflege-Unternehmen in Anklam und in Ueckermünde. Zwischendurch bildete er sich zum Pflegedienstleiter weiter und wurde später Einrichtungsleiter. So sammelte er umfassende Erfahrungen im Umgang mit alten und kranken Menschen, außerdem in Organisation, Personalverwaltung und Qualitätsprüfung.
Im März 2024 begann er als Direktor im Kursana-Domizil Greifswald. Das kam seinem Wunsch entgegen, für ein komplettes Haus verantwortlich zu sein. „Man muss doch etwas haben, womit man sich identifiziert, wo man ankommen kann – so eine Art Arbeits-Zuhause“, sagt der 39-Jährige. „Und ich wollte schon immer so viel wie möglich Verantwortung tragen.“
Privat wohnt Georg Krüger bis heute in seinem Heimatort Lassahn. Diese Heimatverbundenheit kommt bei den Kolleginnen und Kollegen gut an. „Wir sind eben hier die Fischköppe“, sagt Krüger. „Wenn man neu dazukommt, wird sofort gefragt, ob man von hier stammt.“ Überhaupt ist ihm das Wohlbefinden der Mitarbeiter wichtig. „Wir funktionieren nur zusammen“, findet er. „Mein Traum wäre, dass alle mit einem Lied auf den Lippen zur Arbeit kommen und genauso wieder gehen und denken, klar, wir arbeiten hier, aber es ist angenehm.“
Bei seinen Entscheidungen spielt immer eine Rolle, dass er selbst aus der Pflege kommt und weiß, was nötig und wichtig ist. „Wir arbeiten schließlich mit Menschen“, betont er. Sowohl bei Angehörigen als auch bei Beschäftigten begegnet ihm immer größere Zufriedenheit.
Zur Übersicht