Tatjana Kießling-Wirth, Geschäftsführerin des Vereins „DemenzForumDarmstadt“, informierte Angehörige über den Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen.
Die Diagnose Demenz kann sowohl für die Betroffenen als auch für Angehörige immense Veränderungen und neue Herausforderungen im Alltag mit sich bringen. Immer wieder müssen neue Lösungen gefunden werden, wenn die Krankheit fortschreitet. Deshalb ist es wichtig, Vorsorge zu treffen. Wer über die Krankheit gut informiert ist, kann besser reagieren und Demenz-Erkrankte kompetenter begleiten.
Angehörige sollten Erkrankten so viel Selbständigkeit wie möglich lassen und ihnen nicht sofort durch zu viel Unterstützung und Fürsorge alle Aufgaben abnehmen. Zur Erinnerung oder als Orientierungshilfe in der Wohnung können Zettel als eine Art Wegweiser angebracht werden. Grundsätzlich ist eine einfühlsame und geduldige Kommunikation von zentraler Bedeutung. Wichtig ist es, Positives hervorzuheben, keine Kritik zu üben und auf vorhandene Ressourcen zu setzen. Gefragt sind kreative Ansätze in der Verständigung, wie der Einsatz von Handgesten oder visuellen Hilfsmitteln. Um Interessierte noch stärker über die verschiedenen Facetten von Demenz, den respektvollen Umgang und das richtige Verhalten zu informieren, plant das Kursana Domizil einen Angehörigenabend, zu dem alle eingeladen werden.