Irene Salomo ist immer in Kontakt mit den Bewohnern, hier mit Jürgen Becher.
Als Irene Salomo anfing, gab es das heutige Kursana-Domizil nahe dem Bahnhof noch gar nicht. „Wir waren damals in der Carl-von-Ossietzky-Straße“, erzählt sie. „Und wir gehörten zur Kreisverwaltung, erst 1993 wurden wir ein Kursana-Haus.“
Kurz darauf zog Salomo mit ihrer Familie nach Grimmen und hat seitdem einen sehr kurzen Arbeitsweg.
Aufgewachsen ist sie nahe Demmin, absolvierte später eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester und arbeitete in Neubrandenburg im Krankenhaus. „Ich wollte immer was mit Kindern machen“, erinnert sie sich. „Zu Hause waren wir eine große Familie, ich habe viele Geschwister.“
Mitte der 1980er Jahre zog sie zusammen mit ihrem Mann nach Abtshagen, fing dort in der Kinderkrippe an.
Neuanfang in der Altenpflege
Als das Seniorenheim in Grimmen neu gebaut wurde, wechselte Salomo hierher, war also von Anfang an dabei. „Wir hatten schon vor der Eröffnung eingeräumt, Wäschelieferungen entgegengenommen und saubergemacht“, erzählt sie. Sie selbst beschäftigte sich intensiv mit Krankheitsbildern und Versorgung von Erwachsenen. „Es war schön, mit Kindern zu arbeiten, aber es ist auch schön mit den alten Menschen“, findet die 62-Jährige. „Es war ein echter Wechsel, aber es hat mir von Anfang an gefallen. Es war eine gute Entscheidung, die ich keinen einzigen Tag bereut habe.“
Zehn Jahre lang arbeitete Salomo als Altenpflegerin am Bett der Bewohner – in drei Schichten. Das erforderte gute Organisation in der Familie mit inzwischen drei Kindern.
In der folgenden Zeit bildete sie sich weiter, wurde Pflegedienstleiterin und blieb es mehrere Jahre. „Ich habe im Sommer 2002 den Umzug des Kursana-Domizils in diesen Neubau hier begleitet“, erzählt sie. „Das war eine riesige Aktion.“
Etwa fünf Jahre später übernahm sie die Heimleitung. Auch für diese neue Position bildete sie sich regelmäßig weiter.
Aktuell arbeiten knapp 80 Menschen hier – in Pflege, Betreuung und Verwaltung. Dazu kommen etwa 30 in Servicebereichen wie Küche oder Reinigung. „Wir arbeiten alle zusammen für die Bewohner“, meint sie. „Und wenn mal der Krankenstand besonders hoch ist, helfe ich auch mal in der Pflege aus.“
Immer im Mittelpunkt: die Menschen
Jeder dieser Karriereschritte brachte Irene Salomo etwas weiter weg von der praktischen Arbeit mit den Menschen. „Aber sie waren immer um mich herum, etwas anderes kann ich mir auch gar nicht vorstellen.“ Zwar änderte sich ihr Aufgabengebiet, aber es blieb dabei: „Ich kenne die Bewohner und besuche sie, interessiere mich für ihre Belange – bis hin zur allerletzten Lebensphase. Und als Heimleiterin habe ich natürlich das gesamte Haus im Blick und arbeite sehr eng mit der Pflege zusammen. Das steckt einfach in mir drin.“ Sie lächelt, und die Freude am Beruf ist ihr anzumerken.
Und die Leiterin hält auch Kontakt zu den Angehörigen. Die wissen die ruhige Atmosphäre und den positiven Umgangston zu schätzen. Und auch deshalb kommt Irene Salomo bis heute selbst gern zur Arbeit.