Ein eingespieltes Team: Heike und Antonia Vorbau. Foto: Thomas Gillmeister

 
27.08.2026

Team Tochter und Mutter: Wenn die Ma zur Kollegin wird

Antonia Vorbau (17) begann in diesen Tagen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau im Kursana Domizil Grimmen. Dort ist ihre Mutter Heike (44) Pflegedienstleiterin. Das ungewöhnliche Arbeitsteam funktioniert.

Grimmen. Familiär ist das Domizil sowieso. Harmonisch liegt es am Stadtpark, ist nur zwei Stockwerke hoch. Hier kennt jeder jeden. Außergewöhnlich: Azubi Antonia zählt mit ihren 17 Jahren zu einem längst vertrauten Gesicht. Schon als Kind ging sie hier ein und aus. Denn ihre geliebte Uroma Ursula verbrachte für mehrere Jahre ihren Lebensabend im Domizil. Die regelmäßigen Besuche waren ein Herzensbedürfnis für Antonia. Das aufgeweckte Mädchen saß einst inmitten der Bewohnerinnen und Bewohner, bastelte und sang mit ihnen, las etwas vor. An ihrer Seite: Mutter Heike. Die gebürtige Grimmenerin begann 2011 als Pflegefachkraft im Domizil zu arbeiten.

Es hat niemand ausgesprochen, aber es lag in der Luft, dass Antonia einmal in Mutters Fußstapfen tritt. In der 9. und 10. Klasse machte die Schülerin im Pflegeheim erfolgreich ihr Praktikum. Dabei wünschte sie sich, dass das Domizil einmal ihr Arbeits-Zuhause wird. Und tatsächlich. Kürzlich begann Antonia ihre dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau. Mutter Heike ist seit Sommer die Pflegedienstleiterin des Hauses. Nun haben Mutter und Tochter eine gemeinsame Mission: die Pflege. 

Früh fahren sie zusammen vom 13 Kilometer entfernten Dörfchen Neuendorf los. Dort lebt Heike gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Antonia und Henriette. Ach ja, und nicht zu vergessen mit Chihuahua-Mix Paula. Unterwegs im Auto dreht sich dann schon alles um das Thema Pflege, um die 110 Bewohnerinnen und Bewohner. Na und um Antonias Großtante Jutta, die mittlerweile auch im Domizil wohnt. Nun besucht Antonia nicht mehr nur ihre Verwandte, wie früher Uroma Ursula, sondern betreut sie professionell als Pflegeazubi.

 

 

 

 

 

 

 

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