23.04.2026
„Mäuschen“ und die harten Hunde
Ein Herzenswunsch ging in Erfüllung: Das Domizil Billstedt machte möglich, dass Bewohnerin Barbara Kutz (80) den bekannten Tierschützer Ralf Seeger aus der Kult-Tierschutz-Doku „Harte Hunde“ wiedersehen konnte.
Hamburg-Billstedt. Der Moment des Wiedersehens ging allen Beteiligten zu Herzen: Auch wenn zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf der Hundemesse auf Gut Basthorst für ein Selfie mit dem bekannten Tierschützer Ralf Seeger Schlange standen, hatte der nur Augen für eine Seniorin im Rollstuhl. Barbara Kutz (80), genannt „Mäuschen“, die nach einem Schlaganfall gesundheitlich stark eingeschränkt ist, und der muskulöse TV-Star aus der Kult-Tierschutz-Doku „Harte Hunde“ lagen sich in den Armen und steckten lange die Köpfe zusammen. „Die Seelenverbindung zwischen Ralf und meiner Mutter, die seit einigen Jahren besteht, braucht keine Worte“, sagt Tochter Maike Kutz. Besonders dankbar ist die 48-Jährige Antonio Tabatabai, Leiter der sozialen Betreuung im Kursana Domizil Billstedt, wo Barbara Kutz seit Herbst 2025 lebt. „Er hat mit dem Ausflug der Senioren das Treffen erst möglich gemacht.“
Die Seniorin bewundert sein Engagement für Tiere
Barbara Kutz hat zeitlebens Hunde gehabt und sich für den Tierschutz engagiert. Bei der TV- Doku „Harte Hunde – Ralf Seeger greift ein“, die mittlerweile in der elften Staffel auf Vox und RTLplus läuft, war die Oststeinbekerin seit der ersten Folge 2017 dabei. All seine Tattoos und die Tatsache, dass der ehemalige Kampfsportler und viele aus dem Team seiner Tierschutzorganisation „Helden für Tiere e.V.“ früher straffällig geworden waren, schreckten die Seniorin nicht ab. „Mäuschen hat Ralfs Engagement bewundert und wollte ihn unbedingt kennenlernen. Sie war immer davon überzeugt, dass er ein herzensguter Mensch ist“, sagt Maike Kutz. Bei den jährlichen Treffen auf der Hundemesse auf Gut Basthorst nahm der Tierschützer Anteil am Leben der Familie: Er tröstete Barbara Kutz nach dem Tod des Ehemannes und spornte sie an, als sie zum Gehen einen Rollator benötigte.
Mit Videos schickt Ralf Seeger Kraft und Lebensmut
„Nach ihrem Schlaganfall hat sich Ralf oft danach erkundigt, wie es meiner Mutter geht“, erzählt Maike Kutz. „Vor allem hat er ihr mit persönlichen Videos immer wieder Kraft und Lebensmut geschenkt.“ Die Seniorin hat mit viel Disziplin dafür gearbeitet, dass das Treffen mit Ralf Seeger bei der Hundemesse möglich war. Und schon jetzt freut sich „Mäuschen“ auf ein Wiedersehen im Sommer: Wenn Ralf Seeger zu einer Tattoo-Messe auf dem Hamburger Kiez anreist, will er auch seine Seelenfreundin im Kursana Domizil besuchen.
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