07.11.2024
„Wir sind ein super Team, hier bleibe ich“
Königstein. Der Weg zum passenden Beruf ist nicht immer gradlinig und gleicht selten einer Punktlandung. Manchmal ist die Jobsuche eine Reise mit mehreren Stationen und unerwarteten Wendungen. Viele der sogenannten Quereinsteiger sammeln auf unterschiedlichen Arbeitsfeldern Erfahrungen, bevor sie den richtigen Arbeitsplatz, der Zufriedenheit bringt und Motivation freisetzt, für sich entdecken.
Nataliya Beuth aus Schneidhain unterrichtete als Grundschullehrerin Kinder, doch sie wollte nicht für immer im Klassenzimmer bleiben, sondern sich weiter fortbilden, ihre Fremdsprachenkenntnisse ausbauen und neue Länder entdecken. Vor rund 20 Jahren kam sie aus der Ukraine als Au Pair in Königstein an und fand später in der Kursana Villa in der Bischof-Kaller-Straße eine Beschäftigung. Die Pädagogin hat schnell gespürt, dass das Engagement für Senioren, noch dazu für an Demenz erkrankte Menschen für sie eine Herzensangelegenheit ist. Heute weiß sie sicher: „Hier will ich bleiben – in Königstein und in der Kursana Villa. Ich mag die Betreuung und Pflege der Senioren.“
Einige Jahre lang hatte Nataliya Beuth als Pflegehilfskraft in der Senioren-Einrichtung Erfahrungen gesammelt, doch dann traf sie – motiviert und gefördert von der Direktorin der Kursana Villa – eine grundlegende Entscheidung und startete eine dreijährige generalistische Ausbildung, die seit der Reform des Pflegeberufegesetzes 2020 gilt. Während der Lehrzeit lernte sie in Betreuungseinrichtungen und Krankenhäusern viel in der Praxis und in der Theorie im Unterricht im Rot-Kreuz-Campus Kronberg. Für ihren erfolgreichen Abschluss gab es jetzt als frisch gebackene Pflegefachkraft in der Kursana Villa von Direktorin Bernadette Krötz und Pflegedienstleiterin Lucia Wolf mit Blick auf den großen Eifer und die Motivation von Nataliya Beuth Lob und Anerkennung sowie Glückwünsche und Blumen.
„Ich finde zu Älteren und da vor allem zu an Demenz Erkrankten immer einen guten Zugang. Erst waren es Kinder, jetzt Senioren. Die Arbeit mit Menschen bringt mir große Freude“, sagt die 42-jährige Pflegefachfrau. Als Quereinsteigerin und kompetente Pflegerin mit viel Erfahrung bringt sie für die Betreuung von Senioren wertvolle Fähigkeiten mit, die bei der Arbeit in einer stationären Einrichtung geschätzt werden.
In Zeiten des Fachkräftemangels wird vor allem in der Pflege Personal gesucht. „Ich hatte viele Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden und wurde schon während der Ausbildung von verschiedenen Einrichtungen angesprochen“, sagt Nataliya Beuth, die auch einige Jahre Jura studiert hat. „Doch ich wollte in der Kursana Villa bleiben, denn hier sind wir ein super Team. Die Zusammenarbeit läuft gut. Die Kolleginnen und Kollegen haben mich unterstützt, und ich habe viel von ihnen lernen können.“
Während der Ausbildung hat sich die Mutter einer elfjährigen Tochter intensiv auf ihr Lernpensum konzentriert und die Nachrichten über das Kriegsgeschehen in der Ukraine, wo ihre Eltern und andere aus der Familie zu Hause sind, „nicht so an mich rangelassen. Sorgen mache ich mir immer, denn Du weißt nie, wann und wo die nächsten Bomben fallen.“ In den ersten Kriegswochen nahm sie daheim in Schneidhain ihre Schwägerin mit den Kindern auf, doch sie sind wieder in die Ukraine zurückgekehrt. „Ich bin dankbar, dass ich hier in Frieden leben kann. Hier fühle ich mich zu Hause“, sagt Nataliya Beuth, die seit Jahren einen deutschen Pass hat.
In ihrem Pflegeberuf gefällt ihr besonders der Umgang mit ganz unterschiedlichen Menschen, die sie individuell unterstützen und fördern möchte, damit sie eine schöne Zeit erleben. Bei aller Routine sei der berufliche Alltag in der Kursana Villa recht abwechslungsreich. „Ich lege großen Wert darauf, meine Aufgaben gewissenhaft zu erledigen und übernehme dabei gern eigenständig Verantwortung.“
Nataliya Beuth will sich weiter fortbilden. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass man sich bei Kursana eine Karriere aufbauen kann. Die Arbeit mit Senioren erfordere viel Empathie, Geduld und Verständnis und dabei „habe ich immer die persönlichen Interessen und Wünsche der Senioren im Blick. Es ist ganz wichtig, dass Du mit dem Herzen dabei bist.“
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