Zur Krönung erhält der frisch zubereitete Apfelkuchen Puderzucker.

 
30.08.2025

Aus der frischen Ernte wird ein Apfelkuchen

Die jüngste Aktion der Backgruppe im Kursana Domizil erinnerte an ein Erntedankfest. Die Senioren verarbeiteten die Früchte aus dem eigenen Garten und von den Feldern vor den Toren der Obstbaugemeinde. Am Nachmittag kam zur Kaffeezeit ein gelungener Apfelkuchen auf den Tisch.

Kriftel. Was die Bauern am Bodensee, im Alten Land oder in Südtirol auf den Wiesen und Feldern leisten, können die Landwirte in Kriftel allemal. Rund um den Ort stehen viele Bäume, die der Gemeinde den Namen „Obstgarten des Vordertaunus“ geben. Die Ernte wird in diesen Tagen eingefahren. Auch die Senioren im Kursana Domizil sind auf den Apfel gekommen, der an den Zweigen der Bäume im Garten hängt.


Einige der Äpfel können als Fallobst bezeichnet werden. Doch dieser natürliche Prozess demotivierte niemanden in der Kursana-Backgruppe. Die Äpfel der Bäume, die von den Senioren täglich gehegt, gepflegt und gegossen werden, wurden geerntet und gemeinsam verarbeitet. Gemeinsam mit Alexander Hiller vom Team der Sozialen Betreuung überlegte die Backgruppe, was am besten aus den Äpfeln entstehen soll. Die Mehrheit entschied sich für einen Apfelkuchen. 


Das Ziel war somit klar gesteckt, doch der Weg dahin, kann aus verschiedenen Varianten bestehen. Es entwickelte sich unter den erfahrenen Hausfrauen in der Backgruppe eine Diskussion über den Teig und andere Details. Biskuit, Hefeteig oder doch ein Quark Teig? Sollen die Äpfel lieber versinken oder oben aufliegen? Marianne Wagner überzeugte die Gruppe mit ihrer Idee für einen Quark-Öl-Teiges. Gelernt ist gelernt. Das Rezept hatte sie im Kopf. 


Die Äpfel wurden erstaunlich schnell von der Schale befreit. Die Frauen in der Gruppe gingen ohne Sparschäler ans Werk, nutzten lediglich ein Kneipchen und ihre langjährige Erfahrung im Apfelschälen. Das Herstellen des Quark-Öl-Teigs und das Kneten erwiesen sich als echte Herausforderung, doch mit der geballten Kompetenz der Gruppe gelang der Apfelkuchen und wurde am Nachmittag beim Kaffeetrinken serviert. Maria Nix streute noch etwas Puderzucker obendrauf und dann ließen sich alle den, da vor der Haustür geerntet, ökologisch wertvollen Apfelkuchen schmecken. 

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