12.01.2025
„Eine fröhliche Siedlung“
Kriftel. Wo heute das Kursana Domizil Kriftel steht, lebten schon vor 2500 Jahren Menschen miteinander in einem keltischen Dorf. Das zeigten Keramikscheiben, die zu Baubeginn des Pflegeheims im Jahr 2012 unter Erdbeerfeldern ausgegraben wurden, wie Wilfried Krementz berichtete. Er hielt einen Vortrag im Kursana Domizil und wusste als früherer Gemeindearchivar und Leiter des Heimatmuseums viele Details aus dieser Zeit spannend zu berichten. Bewohnerin Karin Muhr bringt es auf den Punkt: „Das war eine fröhliche Siedlung, auf der wir heute zusammenleben!“
Die Besiedlung dieses Fleckchens am Freizeitpark geht zurück bis in die Steinzeit vor bereits 4000 Jahren, wie Krementz den Senioren erzählte. In mittelalterlichen Urkunden hieß diese Gegend am Schwarzbach „Hof Hedekam“. Verfärbungen im Erdreich zeigten sogar Eckpfeiler der Häuser an. Die zahlreichen Fundstücke wurden klimatisiert im Landesamt für Denkmalschutz in Wiesbaden aufbewahrt.
Der ehemalige Leiter des Heimatmuseums bedauerte bei seinem Vortrag im Kursana Domizil, dass nichts davon in Kriftel bleiben konnte. Eine Heiligenstatue aus der früheren Bonifatiuskapelle, die in den 1950er Jahren zum Straßenbau abgerissen und im Hochfeld neu errichtet wurde, gab dem Pflegeheim seinen zusätzlichen Namen: Kursana Domizil Kriftel, Haus Sankt Sebastian, so wie vom Redner selbst damals angeregt.
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