Zum Abschied gab es für Esther Lang vom Kursana-Team einen Blumenstrauß und anerkennende Worte für ihr Engagement.

 
05.11.2021

Verabschiedung von Esther Lang

Kriftel. Im Kursana Domizil am Freizeitpark ging jetzt eine Ära zu Ende: Die langjährige Mitarbeiterin Esther Lang ist in den Ruhestand gegangen. Die ausgebildete Krankenschwester kann sich noch gut an die Anfänge im Domizil erinnern. Noch vor sieben Jahren hatte sie eine Verwaltungsstelle inne, kümmerte sich um Verträge und die Akquise. Mit einem Aspekt ihrer Tätigkeit habe sie sich allerdings nicht anfreunden können: Mit der Buchhaltung. Das war es auch, was für Esther Lang den Ausschlag gab, auf ein anderes Tätigkeitsfeld im Haus umzusatteln, die Betreuung. Hier wurde sie von der damaligen Leiterin des Sozialen Dienstes, Susanne Peschke, mit offenen Armen empfangen.


Esther Lang, die von ihren Kollegen aufgrund ihrer direkten Art den Spitznamen „Schwester Rabiata“ erhielt, fühlte sich in der Betreuung von Anfang an zu Hause. „Ich habe immer sehr gerne für Kursana gearbeitet. Es ist ein sehr sozialer Arbeitgeber“, sagt sie und in ihrer Stimme schwingt Wehmut mit. Die Erinnerungen werden über die aktive Dienstzeit hinaus bleiben, selbst wenn so manches auch nervenaufreibend war. Es sind aber die schönen Zeiten, die überwiegen. Gerne erinnert sich die Hochheimerin, die zwei erwachsene Kinder hat, an fünf kleine gefiederte Freunde zurück, die vor Kurzem die Herzen der Bewohner und Mitarbeiter im Sturm eroberten. Die Idee, ein Gehege mit einer Handvoll Hühner im Garten des Domizils aufzustellen, stammt von Carina Nitzling, Leiterin des Sozialen Dienstes.
„Ich habe mich sehr gerne um die Hühner gekümmert“, sagt Esther Lang. Auch von ihrem grünen Daumen und ihrer Fachkenntnis in punkto Pflanzen konnten Senioren und Mitarbeitende über die Jahre gleichermaßen profitieren. Wie oft hat „Schwester Esther“ schon in die WhatsApp-Gruppe der Betreuung geschrieben: Das habe ich in meinem Garten, das bringe ich mit. Oder aber sie kam mit einem Gefäß in der Hand, das Setzlinge enthielt.
Als Fachkraft kam sie dann nicht nur in den Genuss einer Fortbildung zum Thema „Medizinische Produkte und Beratung“. Vielmehr setzte sie das Thema auch im Rahmen ihrer Tätigkeit als stellvertretende Leiterin des Sozialen Dienstes um. Sie war es, die dann auch in Vertretung der Leitung, die Betreuungspläne schrieb und Verantwortung übernahm. 
„Im Grunde war ich ein Mädchen für alles“, sagt sie lächelnd. Ihr war keine Aufgabe zu viel und sie sprang immer ein, wenn sie gebraucht wurde. Auch jetzt, da sie in den Ruhestand tritt, lässt sie ihre Kollegen nicht ganz im Stich. „Ich hab mich schon als Ehrenamtliche einschreiben lassen“, sagt sie und will auf diesem Wege die Verbindung über das Private hinaus halten.
 

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