Senioren aus dem Kursana Domizil besuchten das „antonius-Café“, ließen sich den Kuchen schmecken und informierten sich darüber, wie Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten.
Künzell. Eine Gruppe von Senioren machte sich auf den Weg in den Westen der benachbarten Barockstadt, um dort in der Nähe von Wiesen und Feldern eine außergewöhnliche Einrichtung kennenzulernen, die sich von anderen gastronomischen Betrieben unterscheidet. Im „antonius-Café“ sind Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt, die gleichberechtigt im Service, in der hauseigenen Bäckerei und in der Landwirtschaft zusammenarbeiten. Auf den angegliederten Flächen werden unter anderem Kartoffeln angebaut und Hühner gezüchtet; die Erzeugnisse gelangen direkt in den angeschlossenen Laden und auf die Tische des Cafés.
Die Gäste aus dem Kursana Domizil wurden mit hausgebackenen Kuchen und Torten aus alten Rezepten empfangen, ergänzt durch Backwaren aus eigener Herstellung und selbstgekochte Marmeladen. Das Café präsentiert sich in einem modernen Bistro-Ambiente und ist barrierefrei – ein Aspekt, der für Seniorinnen und Senioren mit eingeschränkter Mobilität besondere Bedeutung hat.
Die Besuchergruppe aus dem Kursana Domizil interessierte sich für das inklusiven Arbeits- und Lebenskonzept und ließ sich das Sozialprojekt erläutern. Im Mittelpunkt der Einrichtung steht die Verbindung von sozialer Integration, regionaler Wertschöpfung und alltagsnaher Begegnungskultur. Die auf dem Areal erzeugten Produkte – etwa landwirtschaftliche Erzeugnisse, Backwaren und hausgemachte Spezialitäten – können direkt im Café verkostet und im angeschlossenen Laden erworben werden.
Bei dem Modell des „antonius-Café“ geht es nicht allein um Fürsorge, sondern um eine gemeinschaftliche Zusammenarbeit von Menschen, die verschieden sind und sich mit ihren individuellen Ressourcen in der täglichen Arbeit einbringen. Das gastronomische Angebot reicht vom Frühstück à la carte über einen wechselnden Mittagstisch bis hin zu Kaffee- und Kuchenspezialitäten aus eigener Herstellung. Ergänzt wird das Angebot im Café durch saisonal nutzbare Außenbereiche, darunter zwei Terrassen, die Raum für soziale Aktivitäten und niedrigschwellige Freizeitgestaltung bieten. Darüber hinaus fungiert das Café als Veranstaltungsort für kulturelle und gemeinschaftsbildende Formate wie Tanznachmittage, Vorträge oder Begegnungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen.
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