05.11.2026
Ausbildung im internationalen Team
Azubistart im Kursana Domizil Merseburg: Im Oktober begrüßte die Einrichtung ihre neuen Auszubildenden. Die angehenden Pflegefachkräfte kommen aus sechs verschiedenen Ländern und bringen viel Motivation, erste Erfahrungen und gute Sprachkenntnisse mit.
Ein Kennenlerntag mit Zuckertüte und Willkommensgeschenken markierte für die Auszubildenen im Kursana Domizil Merseburg den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Ardhra aus Indien, Egshiglen aus der Mongolei und Cuong aus Vietnam starten in die 3-jährige generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau und Pflegefachmann. Lukas aus Merseburg beginnt die 1-jährige Ausbildung zum qualifizierten Pflegefachhelfer. Auch Sara aus Marokko und Ahmed aus Tunesien gehören zum Azubiteam. Sie befinden sich bereits im zweiten Lehrjahr.
Der Wunsch, anderen zu helfen
Alle eint der Wunsch, für andere Menschen da zu sein. Manche haben schon erste Erfahrungen gesammelt. Die 19-jährige Ardhra möchte seit ihrer Kindheit in der Pflege arbeiten, weil sie ihre Großeltern gepflegt hat. „Dadurch habe ich erlebt, wie wichtig Geduld, Verantwortung und Mitgefühl sind“, sagt sie. Egshiglen, 23, unterstützte als Kind ihre gehörlosen Eltern und später ihren an Diabetes erkrankten Vater. Cuong, 20, erlebte im familiären Umfeld, welchen Beitrag gute Pflege zur Gesundheit und Lebensqualität leistet. Sein Interesse an Naturwissenschaften bestärkte ihn zusätzlich in seiner Berufswahl.
Die Auszubildenden aus dem Ausland haben bereits ein B2-Deutschzertifikat erlangt und besuchen nun an der Berufsschule einen erweiterten Deutschkurs. Für die Ausbildung in Deutschland entschieden sie sich wegen des als hochwertig angesehenen dualen Ausbildungssystems und der vielfältigen beruflichen Perspektiven.
Qualifizierung in einem oder drei Jahren
Lukas, 18, aus Merseburg hat bereits Praktika im Kursana Domizil absolviert und dabei die Arbeit mit Menschen als sehr erfüllend empfunden. „Diese Erfahrungen haben meinen Wunsch bestärkt, die Ausbildung zu beginnen“, erklärt er. In der einjährigen Pflegehelferausbildung erwirbt er neben pflegerischen Grundlagen spezifische Kenntnisse, um die Fachkräfte zu unterstützen, wie zum Beispiel Medikamentengabe, Blutdruckmessen und Co. Im Anschluss kann er noch die Fachausbildung anhängen.
Die generalistische Pflegefachausbildung dauert drei Jahre und befähigt zur Pflege von Menschen aller Altersklassen, ob ambulant, im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung.
Als Erstes lernen die Azubis nun die Einrichtung kennen, das Team und die Bewohner. „Gleichzeitig ist es wichtig, schnell alle Hygienemaßnahmen zu beherrschen“, erklärt die Praxisanleiterin Ines Kießhauer. Dann gehe es los mit Grundpflege, dem Erkennen von Risiken und dem Umsetzen von Prophylaxen. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und sagen ,Herzlich Willkommen‘“, so die Einrichtungsleiterin Berit Mibes stellvertretend für das gesamte Team.
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