Diakon Michael Friebel spendete im Demenzgottesdienst den Blasius-Segen, der an den heiligen Bischof und Arzt erinnert, der als Helfer bei Halsleiden verehrt wird.

 
09.02.2026

Der Demenzgottesdienst ist emotional und sinnlich

Diakon Michael Friebel hatte die Senioren im Kursana Domizil zu einem besonderen Gottesdienst eingeladen, der insbesondere Menschen mit Demenz angesprochen hat.

Mömbris. Mit dem Gottesdienst bieten das Kursana Domizil und die Katholische Kirche älteren Menschen mit kognitiven Einschränkungen einen geschützten Raum, in dem die Christen gemeinsam beten und singen können. Der Gottesdienst war bewusst auf eine relativ kurze Dauer angelegt und orientierte sich an den Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsspannen von Menschen mit Demenz. Vertraute Musik, klar erkennbare Symbole, einfache liturgische Abläufe, bekannte Texte und eine bewusst reduzierte, positive Sprache ermöglichten den Senioren, den Gottesdienst mit allen Sinnen zu erleben.

Der erfahrene Diakon Michael Friebel setzt dabei Wiedererkennbarkeit, Verlässlichkeit sowie auf emotionale Resonanz und ermöglichte so eine Kommunikation über Beziehung und Sinnlichkeit. Das Team des Kursana Domizils begleitete die Menschen im Gottesdienst fürsorglich, unterstützte bei Unruhe oder Rückzug und trug wesentlich zu einer Atmosphäre bei, die den Senioren Sicherheit und das Gefühl von Zugehörigkeit gab.

Der besondere Gottesdienst im Kursana Domizil zeigte, wie eine religiöse Gemeinschaft trotz des Vergessens und kognitiven Abbaus erlebt werden kann. Diakon Michael Friebel erteilte den Senioren den Blasiussegen, der meist am 3. Februar, dem Gedenktag des heiligen Blasius, gespendet wird. Der heilige Blasius war im 4. Jahrhundert Bischof und Arzt. Eine Legende besagt, dass er im Gefängnis einen Jungen vor dem Erstickungstod rettete, indem er eine Fischgräte entfernte, weshalb er als Helfer bei Halsleiden verehrt wird. Die Fürsprache des Heiligen soll vor Halskrankheiten und anderen Übeln schützen. Im Kursana Domizil spendete der Diakon den Blasiussegen auf traditionelle Weise, indem er zwei gekreuzte Kerzen vor Hals und Gesicht hielt.

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