03.02.2026
17 Jahre Ehrenamt: Mit Singen kommt Farbe ins Leben
Seit Eröffnung des örtlichen Kursana Domizils engagiert sich die Oststeinbekerin Elisabeth Maaß (71) einmal wöchentlich für die Senioren.
Oststeinbek. Aus dem Leben der Senioren im Domizil Oststeinbek ist der wöchentliche Singkreis mit Elisabeth Maaß (71) nicht mehr wegzudenken: Da werden gemeinsam Volkslieder angestimmt, die die Bewohner schon seit Jugendzeiten kennen. Manchmal werden dazu auch kleine Bewegungsfolgen einstudiert. Oder die rund dreißig Senioren, die regelmäßig am Singkreis teilnehmen, tragen gemeinsam Lieder zu bestimmten Themen zusammen. Die Dreiviertelstunde ist ein effektives Gedächtnistraining, ein stärkendes Gemeinschaftserlebnis und für alle Beteiligten ein großer Spaß. „Am Ende verlassen die Bewohner ganz beschwingt den Raum“, sagt Elisabeth Maaß, die das Veranstaltungsangebot seit 17 Jahren ehrenamtlich betreut und selbst nicht mehr missen möchte. „Ich habe große Freude daran, mit dem Singen frische Farbe ins Haus zu bringen.“
Gemeinsames Singen als Kraftquelle
Als die im November 2008 eröffnete Pflegeeinrichtung auf der Suche nach ehrenamtlichen Unterstützern war, fragte sich die ausgebildete Gymnastiklehrerin für Seniorensport gleich, was sie einbringen könne. Schon als Jugendliche hat Elisabeth Maaß im Schulchor gesungen und nach der Geburt ihrer beiden Kinder im Oststeinbeker Singkreis mitgewirkt. Seit einigen Jahren ist sie beim Seniorenchor „älter & besser“ dabei und nimmt an der Altonaer Singakademie an anspruchsvollen Chorprojekten teil. „Ich habe zeitlebens erfahren, dass gemeinsames Singen befreit und Lebensfreude schenkt. Gerade in Zeiten von Kummer kann es eine große Kraftquelle sein“, sagt die engagierte Hobbysängerin, die oftmals auch ihre Tenorflöte mitbringt, um für die Senioren zu musizieren.
Keine Angst vor dem Alter
Neben der langjährigen Begleitung der Bewohner im Singkreis hat sich Elisabet Maaß im Laufe der Jahre auch um zwei Angehörige, die im Domizil lebten, gekümmert. „Ich profitiere davon, dass ich durch mein Engagement das Leben in der Senioreneinrichtung kennengelernt habe“, sagt sie. „Dadurch habe ich gelernt, gelassener mit dem Alter umzugehen.“
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