02.09.2025
Bewegender Abschied von Pastor Kelm
Die Senioren und Mitarbeitenden im Domizil Oststeinbek bedankten sich bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken für mehr als zwölf Jahre einfühlsamer Begleitung.
Hamburg-Oststeinbek. Zwölfeinhalb Jahre hat Pastor Thorsten Kelm von der Oststeinbeker Auferstehungskirche die Seniorinnen und Senioren im Kursana Domizil Oststeinbek seelsorgerisch begleitet und ihnen bei monatlichen Andachten im Haus Kraft und Zuversicht gegeben. Jetzt hieß es Abschied nehmen, weil Thorsten Kelm zum September in die Kirchengemeinde Grundhof im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg wechselt, um nicht weiterhin zum Wohnort seiner Familie pendeln zu müssen. Bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken nutzten mehr als vierzig Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitende die Gelegenheit, sich persönlich von Pastor Kelm zu verabschieden.
„Ich bin ganz traurig, denn ich fühle mich Pastor Kelm sehr verbunden“, sagte Bewohnerin Gerda Lüpke und schwärmte von dem schönen Blumenstrauß, den er ihr unlängst zum hundertsten Geburtstag geschenkt hat. Bewohnerin Karin Hufschmidt meinte, sie werde seine warmherzigen Predigten vermissen. Genauso wie sie hat auch Gerhard Krüger bei keiner Andacht im Haus gefehlt. „Es war immer ein Vergnügen, Pastor Kelm zuzuhören. Er hat unsere Gemeinschaft zusammengehalten“, sagte er. Für Christiane Dietrich, Leiterin der sozialen Betreuung, ist der 56-Jährige schlichtweg ein Pastor, wie ihn sich alle wünschen: „Denn er wirkt an der Basis und ist immer nah an den Menschen.“ Als alle das eigens für ihn umgedichtete Kirchenlied „Danke für diesen tollen Pastor“ anstimmen, wirkte auch Thorsten Kelm sehr bewegt.
„Ich habe von Ihnen viel Liebe und Gutes erfahren“, sagte er in seinen Dankesworten. „Ich weiß zu schätzen, dass wir uns hier immer in großer Freundlichkeit auf einer sehr persönlichen Ebene begegnet sind und traurige genauso wie glückliche Momente geteilt haben.“ Unvergessen sind seine „Garten-Gottesdienste“, die in der Corona-Zeit Trost und Hoffnung ins Haus brachten. Auch die Gedenkfeiern für verstorbene Bewohner hob Thorsten Kelm hervor: „Ich fand es sehr besonders, dass wir solche Veranstaltungen im Team entwickelt haben und dass die Mitarbeitenden eigene Texte und Bibelzitate vorgelesen haben. Sie engagieren sich hier auf eine liebevolle Weise, damit es den Bewohnern gut geht.“
Nach einem Gebet in der Runde nahm sich Thorsten Kelm am Ende bei jedem Bewohner Zeit für persönliche Worte und ein gemeinsames Erinnerungsfoto.
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