22.09.2025
Pflege-Schwestern halten fest zusammen
Die Zwillinge Natalia und Irina Geiger (52) und ihre jüngere Schwester Helena Gruber (46) sind privat und bei ihrer Arbeit im Domizil Oststeinbek unzertrennlich.
Hamburg-Oststeinbek. Sie haben sich noch nie gestritten, kennen keine Konkurrenz und sind immer füreinander da: Natalia und Irina Geiger (52) und ihre jüngere Schwester Helena Gruber (46) sind seit ihrer Kindheit in Kasachstan ein unzertrennliches Trio. Als sie 1994 mit ihren Eltern nach Oststeinbek kamen, gingen die drei beruflich nur kurzzeitig getrennte Wege. Seit Jahren arbeiten die Schwestern in der Pflege und im Service vom Domizil Oststeinbek, und sogar zwei Söhne der Zwillingsschwestern haben in der Senioreneinrichtung die Ausbildung zur Pflegefachkraft gemacht.
Helfen wird in der Familie großgeschrieben
In ihrer Heimat hatten Natalia und Irina Geiger gemeinsam studiert und ein Jahr lang als Grundschullehrerinnen gearbeitet. Beide waren verheiratet und hatten bereits ein Kind, als sie als russlanddeutsche Aussiedler nach Oststeinbek kamen. Natalia Geiger machte eine Umschulung zur Buchhalterin, wollte nach der Geburt des zweiten Kindes jedoch nicht zurück in einen Job, in dem sich alles nur um Zahlen dreht. Als 2008 im Ort das Kursana Domizil eröffnete, bewarb sie sich dort als Küchenhilfe und Servicekraft. Ihre „kleine Schwester“ Helena hatte eine Ausbildung zur Friseurin gemacht, ihr zweites Kind bekommen und begann zwei Jahre später ebenfalls im Service. Irina ist ebenfalls zweifache Mutter und hat einige Jahre in einer Wäscherei in Altona gearbeitet. 2016 wurde sie als Dritte im Bunde Servicekraft im Domizil. „Es hat mir von Anfang an viel mehr Spaß gemacht, mit Menschen zu arbeiten“, sagt sie. „Die Arbeit mit den Senioren passt gut zu uns, weil wir in unserer Familie gelernt haben, zusammenzuhalten und anderen Menschen zu helfen.“
Erfolgreicher Wechsel vom Service in die Pflege
Auf der Arbeit verbringen die Schwestern manche Pause zusammen und auch privat gibt es für das Trio viel miteinander zu besprechen. „Wir telefonieren ganz oft miteinander, manches Mal bis Mitternacht“, erzählt Helena Gruber schmunzelnd. Vor sieben Jahren ist sie zusammen mit Irina vom Service in die Pflege gewechselt, und beide erzählen Natalia oft davon, wie viel Freude sie an der Grundpflege der Bewohnerinnen und Bewohner haben. „Man kommt den Menschen näher, kann mit ihnen reden und noch besser helfen“, sagt Irina Geiger. „Auf den Wohnbereichen geht es sehr familiär zu, wir sind mit einigen langjährigen Kolleginnen auch privat befreundet.“ Dass die beiden Natalia bisher nicht davon überzeugen konnten, ebenfalls in die Pflege zu wechseln, wurmt die Schwestern ein bisschen. „Aber wir bleiben dran“, sagt Helena Gruber und lacht.
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