02.07.2026
Polizei erläutert Maschen der Trickbetrüger
Die Senioren im Kursana Domizil Otzberg hatten Besuch von der Polizei. Der besondere Einsatz diente dem Schutz und der Sicherheit. Zwei Experten klärten die Senioren über die Maschen von Trickbetrügern auf.
Otzberg. Was sich in der Statistik der Polizei hinter der offiziellen Bezeichnung „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“ verbirgt, sind oftmals Geschichten, die Angst und Schrecken verbreiten und bei denen vor allem Ältere zu schnell zu Opfern werden. Die Meldungen über Betrügereien und Wohnungseinbrüche häufen sich. Die Tricks der Täter werden immer dreister und raffinierter, deshalb sollten sich insbesondere Senioren besser vor diesen Straftaten schützen und „Schlauer gegen Klauer“ sein, so der offizielle Titel der Beratungssprechstunde der Polizei im Kursana Domizil.
Die beiden Fachleute Polizeioberkommissarin und „Schutzfrau vor Ort“ Silke Hohenester sowie Polizeioberkommissar Thorsten Mlotek legen Wert auf Prävention und erläuterten den Senioren eindrucksvoll, wie die Betrüger vorgehen und auf was man achten muss, damit niemand übers Ohr gehauen wird. Nach Darstellung der Polizei ist die Dunkelziffer beim Trickbetrug recht hoch ist, da viele Betroffene eine versuchte oder erfolgreiche Tat meist aus Schamgefühl nicht melden. Jeder Fall sollte angezeigt werden, raten die Ordnungshüter.
Die Betrüger täuschen meist eine Notlage oder Extremsituation vor und verunsichern ihre Opfer. Manche ältere Menschen können in der Not nicht mehr klar denken. So wird beispielsweise beim sogenannten Enkeltrick am Telefon, schriftlich per SMS oder WhatsApp-Nachricht gesagt, dass das Kind oder der Enkel sich in einer akuten Notlage befänden und man einen größeren Geldbetrag brauche, um etwa nach einem Unfall mit Todesfolge eine „Kaution“ zu hinterlegen. Die Anrufer haben immer die Absicht, das potentielle Opfer massiv zu erschrecken und so rationales Handeln zu unterbinden.
Silke Hohenester und Thorsten Mlotek sensibilisierten die Senioren für das wichtige Thema und informierten sie über Möglichkeiten der Vorbeugung. Sie schilderten dem interessierten Publikum bei dem Präventionsgespräch im Kursana Domizil verschiedene raffinierte Varianten der Straftäter und warnten davor, Geld abzuheben und es Unbekannten auszuhändigen.
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