15.07.2026
Wenn Musik zum Balsam für die Seele wird
Wenn es dienstags „Auf du junger Wandersmann“ aus dem Gemeinschaftsraum schallt oder man andere bekannte Volkslieder hört, dann ist im Kursana Domizil gemeinsames Singen angesagt.
Potsdam. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren leitet Renate Staat aus dem Team der Sozialen Betreuung das beliebte Angebot, das den Gemeinschaftsraum der Einrichtung in einen Ort der Begegnung, des gemeinsamen Singens und Erinnerns verwandelt. Für viele Bewohner ist der Dienstag inzwischen zu einem Ankerpunkt im Wochenverlauf geworden, ist die Musik Balsam für die Seele. Renate Staat bereitet jedes Treffen mit viel Liebe zum Detail vor. „Mir ist wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Senioren geborgen und wertgeschätzt fühlen“, lautet ihre Erklärung.
Programm mit passenden Requisiten
Dass sie bei der Auswahl der Lieder auf die vielfältigen Biografien der Bewohner achtet, ist für sie selbstverständlich. Ob fröhliche Wander- und Schunkellieder, altbekannte Schlager oder Kostproben aus der Klassik – die Musik wirkt wie ein Schlüssel zum Altzeitgedächtnis. Oft reicht der erste Akkord aus, und die Texte, die über Jahrzehnte im Gedächtnis der Senioren schlummerten, sind plötzlich wieder präsent. Doch dabei belässt es die engagierte Mitarbeiterin nicht. Wenn irgendwie möglich, bringt sie passend zum jeweiligen Wochenthema Requisiten mit. Das können Wanderschuhe und Wanderstock sein, die Erinnerungen an frühere Ausflüge wecken, oder duftende Gartenkräuter und ein bunter Blumenstrauß, die die Sinne stimulieren und zum Erzählen einladen.
Stets das Wohlbefinden im Blick
Das Angebot stimmt Renate Staat exakt auf die Bedürfnisse der Senioren ab: Kurze Geschichten, vertraute Gedichte, Redensarten und knifflige Rätsel fließen in den Ablauf ein und sorgen für eine kurzweilige Zeit. Dabei verfolgt die erfahrene Sozialarbeiterin klare Ziele. „Ich möchte, dass die Bewohner erkennen, über welche Fähigkeiten sie noch immer verfügen. Das stärkt ihr Selbstwertgefühl.“ Zudem würden sozusagen Erinnerungen an ihre Jugend und heitere Zeiten wachgeküsst. Und schließlich förderten diese Treffen mit dem gemeinsamen Lachen, Klatschen oder kleine Tanzbewegungen das Miteinander. „Wenn ich das Leuchte in den Augen der Teilnehmer sehe, erkenne, wie wohl sie sich fühlen, das ist das schönste Lob für meine Arbeit“, freut sich Renate Staat. Auch Direktorin Katja Ullmann ist des Lobes voll: „Frau Staat bereichert mit ihrem wertvollen Schatz an Erfahrungen unseren Betreuungsalltag mit ihrer Herzlichkeit und Kompetenz.“
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