Truphosa Angoltho in der Kursana Residenz Prien.
Prien am Chiemsee. Wer Truphosa Angoltho in der Kursana Residenz Prien begegnet, merkt schnell, was sie antreibt: Nähe zu den Menschen und ein tiefes Verständnis für das, was Pflege im Alltag bedeutet. Seit 2017 arbeitet sie in der Einrichtung, heute als Pflegehelferin im ambulanten Dienst.
Geboren am Viktoriasee in Kenia, geprägt von der Luhya-Kultur, bringt sie Werte mit, die auch ihren Berufsalltag bestimmen: Respekt, Gemeinschaft und Verantwortungsbewusstsein. „Für mich ist wichtig, dass die Arbeit harmonisch ist“, sagt sie.
Mit der Region rund um den Chiemsee hat Angoltho über die Jahre ebenfalls eine Verbindung aufgebaut. Die Landschaft, die Ruhe und die Nähe zur Natur schätzt sie – auch wenn sie selbst sagt, dass sie eher ländlich geprägt ist. Die Residenz in Prien beschreibt sie als einen Ort, an dem man „ankommt und sofort merkt, dass es ruhig und angenehm ist“. Diese Atmosphäre überträgt sich auch auf ihren Arbeitsalltag.
Besonders wichtig ist ihr dabei die Beziehung zu den Bewohnerinnen und Bewohnern. Pflege bedeutet für sie nicht nur Versorgung, sondern auch Gespräch, Nähe und Aufmerksamkeit. „Ich rede mit den Menschen wie mit meiner eigenen Familie“, beschreibt sie ihren Ansatz. Viele öffnen sich schnell, erzählen ihre Lebensgeschichten – manchmal auch sehr persönliche Erfahrungen. Angoltho hört zu, ordnet ein, beruhigt.
Was sie motiviert, sind die kleinen Rückmeldungen im Alltag. Ein Lächeln, ein einfaches „Schön, dass du da bist“. Momente, die für sie mehr zählen als jede Routine: „Das macht mich stolz“, sagt sie.
Auch im Team legt sie Wert auf Klarheit und Respekt. Unterschiedliche Persönlichkeiten gehören für sie dazu – entscheidend sei, aufeinander einzugehen. „Wenn man nur seinen eigenen Weg durchsetzen will, funktioniert es nicht“, sagt sie. Stattdessen setzt sie auf Offenheit und direkte Kommunikation.
Als Arbeitgeber erlebt sie Kursana vor allem als verlässliches Umfeld. Sie hebt hervor, dass sie sich fachlich weiterentwickeln kann und im Team Unterstützung findet, wenn es darauf ankommt. Perspektivisch kann sie sich gut vorstellen, noch lange in der Einrichtung zu bleiben. Für sie zählt vor allem, dass sie sich mit ihrer Arbeit identifizieren kann – und genau das sei in Prien der Fall.
Gleichzeitig bringt sie sich mit ihren eigenen Stärken ein, etwa durch ihren Glauben, der für sie eine wichtige Rolle spielt. In bestimmten Situationen hilft ihr dieser, Bewohnerinnen und Bewohnern Ruhe zu geben und schwierige Momente zu begleiten. Dabei geht es ihr nicht um große Gesten, sondern um Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und das richtige Gespür für den Menschen gegenüber.
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