Nele Engelhardt, ihre Oma Brigitte Fröse und ihre Mutter Anja Engelhardt (v.l.n.r.) genießen gemeinsame Familienzeit, wenn sie in Haus Achterfeld zusammenkommen.
Rastow. Die Freude ist groß, wenn es für drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen in Haus Achterfeld zu einem Familientreffen kommt: Anja Engelhardt (53), die einmal in der Woche die Pflegeeinrichtung als ehrenamtliche Mitarbeiterin besucht, trifft dort auf ihre Mutter Brigitte Fröse (78), die als Bewohnerin im Domizil lebt. Und Tochter Nele (20), die dort die Ausbildung zur Pflegefachfrau macht, schaut vorbei, wenn es mit ihren Dienstzeiten passt. „Ich habe viel von dem schönen Miteinander im Haus erzählt und die beiden mit meiner Begeisterung angesteckt“, freut sich Anja Engelhardt. „Meine Mutter fühlt sich hier gut aufgehoben. Und Nele hat in der Pflege ihre Berufung gefunden.“
Anja Engelhardt hat bis zu einem Unfall 2014 als Tierpflegerin im Schweriner Zoo gearbeitet. 2022 versuchte sie, über eine Umschulung zur Betreuungskraft für Senioren ins Berufsleben zurückzukehren. „Leider musste ich die Pläne wegen Einschränkungen in meiner Beweglichkeit aufgeben. Aber ich wollte auch nicht zu Hause Trübsal blasen“, sagt sie. Das Ehrenamt in Haus Achterfeld lässt Anja Engelhardt mehr Freiheiten und gibt ihr dennoch das gute Gefühl, etwas Sinnvolles für andere Menschen zu tun. Das soziale Engagement ist auch Tochter Nele wichtig, deshalb entschied sie sich nach der Schule für ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Dreescher Werkstätten für Menschen mit Behinderung. „Ich hatte Freude daran, Verantwortung zu übernehmen und habe von den Menschen so viel Dankbarkeit zurückbekommen“, sagt sie. „Anschließend habe ich mich für die generalisierte Ausbildung entschieden, weil man im Pflegeberuf so viele Möglichkeiten hat.“
Mittlerweile hat Nele Engelhardt ihre Praxiseinsätze im Krankenhaus, in der ambulanten Pflege, einer Kita und in einer psychiatrischen Einrichtung hinter sich und bereitet sich in Haus Achterfeld auf ihre Abschlussprüfungen in diesem Sommer vor. 2025 ist sie aus dem Elternhaus in Lübesse nach Schwerin gezogen. „Da ich mich während der Ausbildung überall auf neue Menschen einstellen musste, bin ich erwachsen geworden“, sagt sie. Nach dem Abschluss möchte die junge Frau am liebsten in der Altenpflege bleiben: „Ich finde es am schönsten, wenn man zu den Bewohnern eine richtige Beziehung aufbauen kann, ihre Vorlieben kennt und weiß, was sie brauchen.“
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