Ein tolles Beispiel für Integration: Fitte Seniorinnen und Bewohner mit Einschränkungen genießen es, miteinander zu tanzen.
Rastow. Beim Tanzvergnügen in Haus Achterfeld empfängt DJ Max die Bewohnerinnen und Bewohner gleich beim Ankommen mit flotten Schlagern. Sobald alle Teilnehmenden im Kreis sitzen, beginnen einige Seniorinnen von der Volkssolidarität in Rastow zu tanzen und unterstützen Bewohner mit motorischen oder kognitiven Einschränkungen dabei, sich ebenfalls gut gelaunt zur Musik zu bewegen. Wenn DJ Max dann die Wunschlieder der Bewohner spielt, ist die Tanzfläche voll und alle Augen strahlen. „Eine solch tolle Stimmung bei einer Veranstaltung habe ich in 36 Berufsjahren noch nicht erlebt“, freut sich Sibylle Velten, die als Leiterin der sozialen Betreuung das Beschäftigungsprogramm für die Senioren gestaltet.
Demenz bedeutet nicht Verlust von Lebensfreude
Das Erfolgsrezept des neuen Tanzvergnügens, das bereits zum zweiten Mal stattfand: Bei dem niedrigschwelligen Angebot haben demenziell erkrankte genauso wie kognitiv fitte Bewohner zusammen mit den Gästen aus Rastow ab der ersten Minute gemeinsam Spaß. „Die Aufmerksamkeitsspanne besonders bei unseren demenziell erkrankten Bewohnern ist schnell erschöpft. Wenn unsere Feste mit einer Ansprache und Kaffee und Kuchen beginnen, fehlt ihnen oftmals die Kraft, hinterher noch ausgelassen zu tanzen und zu feiern“, sagt Sibylle Velten. Möglich wird das schöne Miteinander erst durch die ehrenamtliche Unterstützung von DJ Max und die zahlreichen helfenden Hände der Seniorinnen von der Volkssolidarität. „Die Veranstaltung ist ein tolles Beispiel für Integration“, sagt Sibylle Velten. „Und sie zeigt, dass Demenz nicht den Verlust von Lebensfreude bedeutet.“
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