Bewohnerin Christa Malinka und Schülerin Laura Boldt genießen gemeinsam das schöne Wetter im großen Park von Haus Achterfeld.
Rastow. Immer donnerstags fährt Laura Boldt mit dem Fahrrad nicht wie gewohnt von ihrem Zuhause in Fahrbinde in die Dr.-Ernst-Alban-Schule in Rastow, sondern sie besucht das Kursana Domizil im Ort. Von 9.30 Uhr bis 16 Uhr unterstützt die 15-jährige Schülerin vier Monate lang im Rahmen ihrer „Praxislerntage“ die soziale Betreuung in der Pflegeeinrichtung. Dabei begleitet sie die Bewohnerinnen und Bewohner zur Zeitungsrunde genauso wie zum Sitztanz. Oder sie geht mit ihnen im großen Park von Haus Achterfeld spazieren. „Es macht mir Spaß, mich mit den Senioren zu unterhalten. Ich höre gern ihre Geschichten von früher“, sagt Laura Boldt. „Wenn ich anderen Menschen helfen kann, macht mich das immer sehr zufrieden.“
Laura Boldt war früh klar, dass sie später einen sozialen Beruf im medizinischen Bereich ausüben möchte. Konsequent nutzte sie ihre Schulpraktika, um diesen Arbeitsbereich zu erkunden: In der 8. Klasse bekam sie je eine Woche lang Einblick in die Arbeit in einer Zahnarztpraxis und im Krankenhaus in Ludwigslust. Im neunten Schuljahr, in dem sie sich aktuell befindet, kehrte sie noch einmal für ein zweiwöchiges Praktikum ins LUP-Klinikum Helene von Bülow nach Ludwigslust zurück. Und sie startete im März ihre Praxislerntage in Haus Achterfeld, wo ihre Mutter seit Oktober 2025 als Pflegehelferin im Minijob arbeitet. „Früher hat sie meine Urgroßmutter, die 102 Jahre alt geworden ist, zu Hause gepflegt“, erzählt Laura Boldt. „Die letzte Zeit hat meine Uroma dann hier verbracht. Deshalb fühlen wir uns Haus Achterfeld heute noch verbunden.“
Wenn Laura Boldt im Sommer kommenden Jahres ihren Realschulabschluss in der Tasche hat, möchte sie gern die Ausbildung zur Pflegefachfrau machen. Im Rahmen der generalisierten Ausbildung hat sie die Chance, neben der Tätigkeit im Krankenhaus und in der stationären Seniorenpflege auch noch die Arbeit bei einem ambulanten Pflegedienst, in der Psychiatrie und in der Kinderpflege kennenzulernen. „Im Pflegeberuf hat man eine tolle Zukunftsperspektive. Da stehen einem viele Türen offen. Noch weiß ich nicht, für welchen Bereich ich mich entscheiden werde“, sagt Laura Boldt. „Aber Hauptsache helfen!“
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