18.05.2026
Für Märchen ist man nie zu alt
Im Kursana Domizil Reichenbach gaben sich kürzlich vier Generationen ein Stelldichein, um vier Märchen aufleben zu lassen. Gemeinsam brachen die Entdecker von zwei bis 102 Jahren zu einem Abenteuer im Märchenwald auf.
Reichenbach. Aufgrund der "Eisheiligen", die ihrem Namen alle Ehre machten, musste der Märchenwald kurzfristig in das hauseigene Restaurant verlegt werden. Dort trafen sich die vier Generationen in Gruppen und bummelten von Märchen zu Märchen. Dabei begegneten die Wanderer dem Rumpelstilzchen und dem Rotkäppchen mit dem bösen Wolf im Bett der Großmutter. Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald und wurden von der Hexe am Pfefferkuchenhaus festgehalten. Frau Holle schüttelte kräftig ihre Betten aus, ließ es im Flur schneien. Die Gold- und Pechmarie bekamen ihren Arbeitslohn, als sie durch das Tor gingen.
Die Schülerinnen und Schüler vom Bildungszentrum der medizinischen Fachschule bereiteten kleine Aufgaben für jede Station vor und weckten so Erinnerungen an die Märchen der Gebrüder Grimm. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sozialen Betreuung und der Verwaltung schlüpften in verschiede Rollen und machten so die Märchen lebendig. Besonders groß waren die Augen der kleine Pfiffiküsse vom Kindergarten, als sie den Märchendarstellern begegneten. So konnten sie den süßen Verführungen am Hexenhaus nicht widerstehen, waren begeistert, wie aus Stroh Gold gesponnen wurde, und bei Frau Holle halfen sie das Brot aus dem Ofen herauszuziehen. Ganz Mutige schüttelten sogar dem Wolf die Pfote. Die Seniorinnen und Senioren amüsierten sich über die herzerfrischenden kindlichen Reaktionen und dachten dabei an ihre eigene Kindheit zurück.
Das rundum gelungene Generationen-Projekt begeisterte. Am Requisitenbau für die einzelnen Märchen waren die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv mit eingebunden.
Ein herzlicher Dank an alle beteiligten Akteure, die dieses Abenteuer ermöglichten. Sie verliehen diesem Tag einen ganz besonderen märchenhaften Zauber.
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