28.04.2026
Im Freiwilligen Sozialen Jahr verliebt in die Pflege
Erst durch ein FSJ haben Sarah Feyerabend (19) und Anastasiia Herashchenko (22) den Pflegeberuf kennen- und lieben gelernt, so dass beide im August in die Ausbildung starten wollen. Direktorin Corinna Pieper aus der Villa Reinbek ging es 2004 genauso.
Reinbek. Auch nach einem halben Jahr als FSJlerin in der Kursana Villa Reinbek kann Sarah Feyerabend noch darüber staunen, wie viel Freude ihr der Berufsalltag in der Pflege bereitet. „Das ist der erste Job, bei dem sich meine Stimmung bei der Arbeit verbessert. Das kannte ich vorher nicht“, sagt die 19-Jährige, die eigentlich Tischlerin werden wollte. „Hier bekomme jeden Tag von Menschen ein ehrliches Dankeschön. Das macht mich glücklich.“ Auch Anastasiia Herashchenko (22), die vor drei Jahren mit ihrer Familie aus der Ukraine gekommen ist, hat durch das Freiwillige Soziale Jahr in der Villa ihr Herz für die Altenpflege entdeckt. „Ich mag ältere Menschen sehr gern. Es gefällt mir gut, mit ihnen zu kommunizieren und ihnen zu helfen“, sagt sie. Die beiden jungen Frauen haben sich entschieden, im August zusammen in die Ausbildung zur Pflegeassistentin zu starten.
Die Vorzüge des Pflegeberufes bekannter machen
„Die Menschen wissen gar nicht, wie hochfachlich, interessant und vielseitig der Pflegeberuf ist“, sagt Direktorin Corinna Pieper, die 2004 ebenfalls über ein FSJ ersten Einblick in die stationäre Pflege von Senioren bekam. „Mit 17 wollte ich eigentlich Fachkraft für Lagerlogistik werden. Zum Glück habe ich in dem Bereich keinen Ausbildungsplatz gefunden und mich im FSJ gleich in die Pflege verliebt, weil ich hier das Leben anderer Menschen im Alltag unmittelbar und effektiv positiv beeinflussen kann.“ Durch ihr Engagement konnte die heute 37-Jährige rasch auf der Karriereleiter aufsteigen. Seit sie vor dreieinhalb Jahren die Leitung der Villa übernahm, liegt ihr am Herzen, die Vorzüge des Pflegeberufes bekannter zu machen und junge Talente zu fördern.
Karrierewege stehen Frauen wie Männern offen
Sarah Feyerabend und Anastasiia Herashchenko sind bereits jetzt entschlossen, nach der einjährigen Qualifikation mit der Fachkraftausbildung weiterzumachen und sich in der Pflege hochzuarbeiten. „Ich war enttäuscht, als ich nach meinem Grundbildungsjahr als Tischlerin keine Anstellung gefunden habe“, sagt Sarah Feyerabend. „Deshalb bin ich froh, dass es in der Pflege gleichberechtigter zugeht und wir Frauen die gleichen Karrierechancen haben.“
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