Ilse Herbelschmidt (90) und Hubert Herzfeldt (61) beim Malen im Kunstkurs
Schwedt. Die ausgebildete Ergotherapeutin malt und zeichnet selbst sehr gern. „Ich habe den Kunstkurs eigentlich für eine bestimmte Bewohnerin ins Leben gerufen“, erinnert sich Cathleen Pohl. Diese Bewohnerin könne nun wegen ihrer nicht mehr so beweglichen Hände leider nicht am Kurs teilnehmen. Stattdessen kommen immer zwei bis drei andere Bewohner und probieren sich mit Kohlestift, Acryl- oder Gouachefarbe beim Malen von Blumen und Landschaften aus.
Und immer öfter wagen sich auch Bewohner in den Kurs, die meinen, sie hätten eigentlich kein Talent. Cathleen Pohls Antwort lautet dann stets: „Sie müssen es einfach mal ausprobieren.“ Einmal im Monat kommen die Kursteilnehmer zusammen und immer heißt es am Ende einhellig: „Das war so schön!“ Zudem kann man im Kurs nicht nur seine kreative Seite entdecken. Man knüpft auch neue Freundschaften.
Das Ergebnis der Kurse ist regelmäßig im Haus Andreas zu sehen. In zwei großen Bilderrahmen finden stets fünf bis sechs Arbeiten der „Künstler“ Platz. So können die Maler und Zeichner sich nicht nur glücklich während des Kurses fühlen. Sie können ihren Mitbewohnern, Angehörigen und Freunden auch stolz ihre Arbeiten zeigen.
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