Steht der angehenden Fachkraft zur Seite: Pflegefachkraft Kathryn Lindemann (rechts) ist als Praxisanleiterin für die Auszubildende Milena Hodak auch bei externen Einsätzen eine vertraute Ansprechpartnerin.

 
10.03.2025

Praxisanleiterin steht ihrer Auszubildenden zur Seite

Im Kursana Domizil Seelze genießen die angehenden Pflegefachkräfte viel Wertschätzung und erhalten im Ausbildungsalltag qualifizierte Unterstützung. Die 27-jährige Milena Hodak wird von Praxisanleiterin Kathryn Lindemann gezielt gefördert und begleitet.

Letter. Es ist in Zeiten des Fachkräftemangels auch in der Pflegebranche nicht immer einfach, geeignete Auszubildende zu finden. Im Kursana Domizil Seelze wird deshalb auf die Akquise und Förderung der Nachwuchskräfte besonders viel Wert gelegt. „Die Anleitung und Begleitung unserer Auszubildenden ist uns sehr wichtig, weil sie unsere zukünftigen Pflegefachkräfte sind, die eine hohe Verantwortung tragen“, sagt Kursana-Direktorin Annika Jordan.

Im Seniorenheim an der Brandenburger Straße in Letter genießen die angehenden Fachkräfte viel Wertschätzung und erhalten im Ausbildungsalltag qualifizierte Unterstützung. Einrichtungsleiterin Jordan verweist vor diesem Hintergrund auf die 27-jährige Milena Hodak, die zurzeit ihr erstes Lehrjahr absolviert. Sie wird von ihrer Praxisanleiterin Kathryn Lindemann gezielt gefördert begleitet: Sogar bei Ausbildungsteilen außerhalb des Kursana Domizils steht Pflegefachkraft Lindemann der Auszubildenden mit Rat und Tat zur Seite.

Doch zunächst der Reihe nach: Hodak ist ledig und wohnt in Letter. Eine soziale Tätigkeit auszuüben, entwickelte sich schon früh zum Berufswunsch. Ihr Vater sei ebenfalls in einem sozialen Beruf tätig gewesen, erzählt die junge Frau. „Ich konnte auch teilweise seinen Arbeitsalltag miterleben“, sagt Hodak. Außerdem habe sie sich früher um ihre Großmutter gekümmert. „Das hat alles dazu beigetragen, dass ich mich für eine berufliche Laufbahn in der Pflegebranche entschieden habe“, so die Auszubildende.

Um ihren Entschluss zu verfestigen und erste Erfahrungen zu sammeln, stieg Hodak zunächst einmal als Pflegehilfskraft ein. „Rückblickend war das eine gute Entscheidung“, berichtet Direktorin Jordan. Die Erfahrungen seien für die junge Frau beim späteren Ausbildungsstart sehr hilfreich gewesen.

Hodak schätzt vor allem den harmonischen Umgang mit den Seniorinnen und Senioren. „Ich mag es, dass die Bewohner mir viel aus ihrem Leben erzählen und mir auch Ratschläge für das Leben geben können“, sagt die 27-Jährige. Ihr persönliches Motto: „Wenn die Bewohner lächeln und glücklich sind, habe ich einen guten Job gemacht und kann in Ruhe in den Feierabend gehen.“ Zu ihren Aufgaben zählen in der generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau: die Behandlungspflege und die dazu gehörige Dokumentation sowie die Kommunikation mit Ärzten und Angehörigen. Lindemann ist als ihre zuständige Praxisanleiterin „im ständigen Austausch“ mit der Nachwuchskraft, wie Direktorin Jordan betont. Im kommenden April beginnt bereits Hodaks zweites Lehrjahr.

Zur Ausbildung gehört aber schon anfangs, dass die angehenden Fachkräfte externe Einsätze haben, um verschiedene Schwerpunkte kennenzulernen. Hodak war jetzt etwa in einer Klinik für psychiatrische und psychosomatische Erkrankungen. „Von der Schule hatte sie eine Praxisaufgabe, die sie in dieser Zeit bearbeiten musste“, beschreibt Direktorin Jordan die Vielfalt der Ausbildungsinhalte.

Jetzt bekam die 27-jährige Hodak während ihres externen Klinikeinsatzes einen Besuch ihrer Mentorin. „Um sich davon zu überzeugen, dass es der Azubine gut geht“, sagt Jordan. Anleiterin Lindemann kam mit vielen guten Ratschläge für Hodaks Praxisaufgabe im Bereich Prophylaxen. In der Pflege bezeichnet man so die Maßnahmen, um Krankheiten, Komplikationen, Unfälle und ihre Folgen zu verhindern. Lindemann gab der Auszubildenden beim Besuch gute Ratschläge für die Aufgabe. Die Azubi-Begleiterin kam auch nicht mit leeren Händen. „Mit dabei hatte sie Nervennahrung in Form von Schokolade und liebe Grüße aus unserer Einrichtung“, erzählt Kursana-Direktorin Jordan.

Die Einrichtungsleiterin betont angesichts der großen Unterstützung: „Wir wollen unsere Auszubildenden bestmöglich auf ihren beruflichen Alltag als Pflegefachkräfte vorbereiten.“ Auch deshalb lege sie großen Wert darauf, dass Anleitertage mit Besuchen bei den externen Einsätzen gewährleistet seien. „Ich bin sehr froh, dass wir so tolle Praxisanleiter haben, für die es selbstverständlich ist, auch die externen Standorte zu besuchen“, sagt Jordan. Die Direktorin weiß: „Es ist ihnen eine Herzensangelegenheit, weil sie ihren Azubis mit Rat und Tat zur Seite stehen wollen.“

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