Jede Menge Glückwünsche: Die stellvertretende Pflegedienstleiterin Anna Kammermeier (links), Pflegedienstleiterin Valentina Maric (Zweite von links) und Direktorin Annika Jordan (rechts) gratulieren Gunda Scholz zur 15-jährigen Betriebszugehörigkeit.

 
16.06.2025

Quereinstieg bereitet auch der Bewohnerschaft Freude

Im Kursana Domizil Seelze hat die 60-jährige Alltagsbegleiterin Gunda Scholz ihre 15-jährige Betriebszugehörigkeit gefeiert. Der gelernten Frisörin gelang ein Neubeginn als zusätzliche Betreuungskraft.

Letter. Im Kursana Domizil Seelze gehört Mitarbeiterin Gunda Scholz als ausgebildete Alltagsbegleiterin längst zum bewährten Stammpersonal. Im Seniorenheim an der Brandenburger Straße wagte sie im Jahr 2010 einen Neubeginn und schlug eine zweite berufliche Laufbahn ein. Als zusätzliche Betreuungskraft hat die 60-jährige jetzt ihre 15-jährige Betriebszugehörigkeit gefeiert.

Vom erfolgreichen Quereinstieg der gelernten Frisörin profitieren seit 15 Jahren auch die Einrichtungsleitung und die Bewohnerschaft maßgeblich: „Frau Scholz hat das Herz am rechten Fleck und ist eine loyale Mitarbeiterin, auf die man sich verlassen kann“, lobte Kursana-Direktorin Annika Jordan ihre treue Stammkraft im Rahmen einer kleinen Jubiläumszeremonie. „Sie kennt ihre Bewohner in- und auswendig und nimmt sich alle Zeit für sie“, beschrieb Jordan den Wert ihrer Mitarbeiterin für die Einrichtung und die Bewohnerschaft.

Die 60-jährige Scholz wohnt in Letter und absolvierte im Jahr 2010 ihre Ausbildung zur Alltagsbegleiterin. Ihren gelernte Beruf als Frisörin habe sie damals aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen, nannte Scholz während der kleinen Feierstunde ihren einstigen Grund für den Neubeginn. „Ich hatte schon mehrere Praktika gemacht, um verschiedene Berufe kennenzulernen“, berichtete 60-Jährige. Während eines weiteren Praktikums im Kursana Domizil Seelze habe sie festgestellt, dass ihr eine Tätigkeit im Bereich der Betreuung ausgesprochen gut gefalle. Deshalb absolvierte sie nach dem Praktikum eine Ausbildung zur zusätzlichen Betreuungskraft.

„Diese Ausbildung zur Alltagsbegleiterin ist schulisch und beinhaltet Praktika. Die Praktikumszeit hat sie auch in unserer Einrichtung absolviert“, blickte Direktorin Jordan noch einmal auf die Anfänge zurück. Besonders hob Jordan auch hervor: „Seit vielen Jahren macht Frau Scholz ausschließlich Spätdienst und arbeitet in unserem geschützten Bereich.“ Für die dort lebenden Bewohnerinnen und Bewohner mit einer Demenzerkrankung sei eine besondere Betreuung notwendig, unterstrich die Direktorin den verantwortungsvollen Aufgabenbereich ihrer Mitarbeiterin.

Die gelobte Alltagsbegleiterin gab sich jedoch bescheiden: „Ich möchte einfach gerne mit den Bewohnern Spaß haben. Wenn es ihnen gut geht, dann geht es mir auch gut“, sagte Scholz, nachdem sie für ihre 15-jährige Betriebszugehörigkeit jede Menge Glückwünsche erhalten hatte. Im Kursana Domizil gehören als Betreuungskraft viele unterschiedliche Betreuungstätigkeiten zu ihren Aufgaben - darunter Gruppenangebote wie Gesellschaftsspiele, gemeinsames Singen und Vorlesen.

Zur Ausübung ihres Berufes ist viel Empathie erforderlich: Scholz aktiviert die Demenzerkrankten auch mit Biografiearbeit und Einzelbetreuung. Besonders wichtig: die sogenannte basale Stimulation. Das ist ein Pflegemethode, die auf die Sinneswahrnehmung und Grundbedürfnisse des Menschen abzielt, um Menschen mit schweren körperlichen oder geistigen Einschränkungen zu fördern. Es geht darum, durch Berührungen, Gerüche, Musik oder Licht die Wahrnehmungsfähigkeit zu aktivieren und zu verbessern.

Scholz nannte am Rande ihrer Jubiläumszeremonie beispielhaft für ihre Alltagsbegleitung auch die sogenannte 10-Minuten-Aktivierung: Das ist eine kurzfristige Betreuungsform, die speziell für Menschen mit Demenz oder anderen Erkrankungen entwickelt wurde, um die Sinne anzuregen, Erinnerungen hervorzurufen und eine positive Stimmung zu vermitteln. „Im Sommer geht Frau Scholz mit den Bewohnern in den Garten, um ihre Angebote durchzuführen“, berichtete die Direktorin.

In Seelze ist Scholz aber nicht nur beruflich so richtig angekommen. Die 60-Jährige kommt auch aus dem Ortsteil Letter und lebt dort - in einer Partnerschaft und mit ihren drei Katzen Marla, Puschel, und Milei. Ausgleich zu ihrem Betreuungsjob findet sie in ihrer Freizeit bei Handarbeiten und beim Basteln.

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