12.10.2026
Apfelwoche bringt Senioren Erinnerungen und Genuss
Passend zur Erntezeit haben sich die Senioren im Kursana Domizil Seligen-stadt eine Woche lang mit dem Thema Apfel beschäftigt. Dabei sind viele kreative Ideen zur Verarbeitung der Früchte entstanden.
Seligenstadt. Bei der Apfelwoche im Kursana Domizil haben die Senioren Elstar & Co auf vielfältige Weise verarbeiten. Insbesondere für erfahrene Hausfrauen wurden beim Schälen, Schneiden und Zubereiten der Äpfel schöne Erinnerungen an früher lebendig. Das Ergebnis des kreativen Schaffens konnten die Senioren immer am Ende eines Tages bewundern und schmecken. In den Wohnbereichen auf den Tisch kamen Apfelmus, Apfelgelee, Apfelkuchen und Apfelbowle.
Bei der Auswahl der Äpfel ist für jeden Geschmack etwas dabei. Elstar ist der unangefochtene Liebling in Deutschland – feinsäuerlich, knackig und sehr aromatisch, Gala schmeckt eher süß, Holsteiner Cox würziger, Braeburn erfrischend und der Rote Boskoop wird meist als klassischer Back- und Kochapfel genutzt.
Gestartet wurde die Apfelwoche mit einem Apfel-Rührteig. Dabei haben die Küchenhelferinnen und -helfer vier große Bleche Kuchen gebacken, die am Nachmittag im ganzen Haus an alle Senioren und das Kursana-Team verteilt wurden. Im Demenz-Wohnbereich hatten sich die Betreuungskräfte gemeinsam mit den Senioren für Apfel-Muffins entschieden.
Wie ein weicher Teppich lag in den Zimmern und Fluren der Duft von Äpfeln und Zimt. Das Backen ist für die ältere Generation wie eine Zeitreise, die über verschiedene Sinne in Gang kommt. Der Geschmack und der Geruch bauen Brücken in die Vergangenheit. Gerade für Bewohnerinnen mit langjähriger Haushalts- und Kocherfahrung bot die Apfelwoche einen unmittelbaren Zugang zu früheren Erlebnissen.
Bei der Zubereitung tauchten langjährige Abläufe wieder auf, denn Apfelmus, Gelee oder Apfelkuchen waren für viele Teil des früheren Alltags. Die vertrauten Tätigkeiten knüpfen an vorhandene Kompetenzen und persönliche Erfahrungen an. Dabei zählt nicht allein das fertige Produkt. Entscheidend ist der Prozess: Wer schält die Äpfel? Wer erinnert sich an ein Rezept? Wer hilft beim Rühren? Wer probiert zuerst? Alle haben dasselbe Ziel vor Augen, aus einzelnen Handgriffen entsteht so eine gemeinsame Tätigkeit.
Am Küchentisch hatten die Senioren die Möglichkeit, Wissen weiterzugeben, Entscheidungen zu treffen und eine aktive Rolle in der Gruppe einzunehmen. Alle hatten Erinnerungen rund um den Apfel, vor allem die Frauen tauschten ihre Erfahrungen beim Backen aus, sprachen über Rezepte, ihre Lieblingskuchen und erzählten von der Familie.
Auf dem Speiseplan der Woche stand auch frischer Apfelmus. Nach dem Schälen, Schneiden und Kochen wurden die Äpfel gestampft. Das Apfelmus wurde dann zu frisch gebackenen Waffeln serviert. Ein besonderes Erlebnis, das viele von früher nicht kannten, war die Verarbeitung der Äpfel zu Bowle, die mit alkoholfreiem Apfelwein hergestellt wurde. Zum Abschluss wurde Apfelgelee gekocht. Beim Frühstück erinnert nun jedes Glas an die kreative Apfelwoche.
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