Liz Metzler (vorn) mit ihrem starken Betreuungsteam im Rücken: Silvana Martin, Angela Abel und Sabine Wotenick (v.l.n.r.)
Stralendorf. Wenn Liz Metzler von ihrem neuen Leben in Mecklenburg-Vorpommern erzählt, kann die Sächsin ihr Glück noch gar nicht fassen. „Wir haben jahrelang davon geträumt, im Norden auf dem Land zu leben“, sagt die Ergotherapeutin aus Leipzig. „Als mein Mann und ich uns endlich dazu entschlossen hatten, Bewerbungen loszuschicken, lief alles wie am Schnürchen: Innerhalb von vier Tagen unterzeichneten wir beide neue Arbeitsverträge, den Mietvertrag für ein Reihenhaus im Pampow und bekamen einen Kita-Platz für unsere Tochter in Stralendorf.“ Ihre neue Arbeit als Ergotherapeutin und Leiterin der sozialen Betreuung im Kursana Domizil Stralendorf bezeichnet die 35-Jährige als „Volltreffer“: „Ich wurde herzlich aufgenommen, arbeite mit einem tollen Team und darf ein innovatives, ganzheitliches Betreuungskonzept für die Bewohner umsetzen – besser geht es nicht.“
Gleich nach der Schule entschied sich Liz Metzler für die Ergotherapie, mit der sie Menschen mit Einschränkungen beim Erhalt oder der Verbesserung ihrer Fähigkeiten unterstützen kann. Sie arbeitete in einer Praxis, später in einem Wohnheim für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen in Leipzig und leitete zwei Jahre die soziale Betreuung in einer Pflegeeinrichtung in Chemnitz. Nach der Geburt ihrer Tochter 2020 entschied sie sich für die Arbeit im Homeoffice, bei der sie Abrechnungen über Hilfsmittel für eine Krankenkasse bearbeitete. Lichtblicke waren über viele Jahre die Urlaube bei ihren Schwiegereltern, die in Stralendorf leben. „Ich finde, dass die Menschen im Norden sehr herzlich und hilfsbereit sind. Außerdem mag ich die Nähe zum Meer. Für mich ist es hier ein Ort zum Durchatmen.“
Bei der Arbeit im Domizil mit seinen 60 Bewohnern wisse sie zu schätzen, dass sie genug Zeit habe, um den Menschen gerecht zu werden, sagt Liz Metzler. Das neue Konzept, das auf aktuellen Erkenntnissen aus Gerontologie, Neurowissenschaften und Sozialpsychologie beruht, mache ihr möglich, neben der Therapie auch die Betreuung individuell auf jeden Bewohner zuzuschneiden. „Wenn mir einer unserer Senioren sagt, dass er durch unsere Maßnahmen schon wieder besser aufstehen kann, ist das für mich ein Hauptgewinn“, sagt sie.
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