Handarbeit mit der „Flotten Lotte“: Praktikantin Silvana Martin unterstützte Bewohnerin Renate Kumbein dabei, die gekochten Äpfel mit der Passiermühle zu Mus zu verarbeiten.
Stralendorf. Einen großen Korb voll mit Äpfeln aus dem heimischen Garten hat Praktikantin Silvana Martin mit ins Domizil Stralendorf gebracht. Schnell fand die angehende Betreuungskraft drei Seniorinnen, die mit ihr das leckere Obst so wie früher zu Apfelmus verarbeiten wollten. „Ein Mitbewohner, der eigentlich nur Äpfel naschen wollte, hat sich auch noch zu uns gesellt und beim Schnippeln mitgeholfen“, erzählt die 47-Jährige, die derzeit während ihrer Fortbildung dreimal in der Woche die soziale Betreuung im Haus unterstützt. „Dabei wurde viel davon erzählt, wie die Frauen früher ihr Obst und Gemüse aus dem Garten verarbeitet und eingeweckt haben. Gläser mit selbst gemachtem Apfelmus wurden oftmals im Dorf an die Nachbarn verteilt, damit alle etwas davon hatten.“
Nach dem Einkochen griff Bewohnerin Renate Kumbeim lieber wie früher zur „Flotten Lotte“ als zum elektrischen Pürierstab und passierte das weiche Obst in Handarbeit durch die Passiermühle. Groß war die Freude darüber, dass Silvana Martin ein Glas Honig von ihrem imkernden Sohn zum Süßen mitgebracht hatte. „Die Seniorinnen sagten, dass früher zum Süßen nur Zucker genommen wurde. Honig war viel zu teuer“, erzählt Silvana Martin. Das leckere Apfelmus wurde dann als Dessert an alle sechzig Bewohnerinnen und Bewohner im Domizil verteilt. „Die Seniorinnen waren stolz darauf, dass sie den anderen mit einer selbst gemachten Leckerei eine Freude bereiten konnten.“
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